von Lim, 15.02.2017 15:30 Uhr
 
 

Einleitung
Bereits seit über einem Jahr (Oktober 2015) ist das Modell von Asus erhältlich und immer noch das Flaggschiff Modell im Bereich WQHD (2560 x 1440), IPS und 144 bzw. 165 Hz mit Overclock Funktion. Der PG279Q hat eine Schaltzeit von 4 Millisekunden (GtG), ein Kontrastverhältnis von 1000:1, sRGB-Farbraum von 100% (laut Hersteller), integrierte 2-Watt Lautsprecher und bringt die Unterstützung von G-Sync mit. Für Spieler die Wert auf die ULMB-Funktion Wert legen, so unterstützt der Asus auch diese Funktion. Ein Monitor zum Verlieben? Definitiv, aber was mich davon leider abhält ihn wirklich ins Herz zu schließen verrate ich euch weiter unten in Artikel.

Dieser Review hat am 23.03.2017 ein Update bekommen. Hier wurden Messungen für die Luminanz (max. + min. cd/m2) sowie für den Kontrast vorgenommen. Desweiteren wurden optimale OSD Einstellungen ermittelt. Klicke hierfür auf das Inhaltsverzeichnis auf "UPDATE MESSUNGEN" oder scrolle bis nach unten unter der Pro & Contra Liste.

 

Datentabelle

Panel Typ AHVA IPS (AU Optronics)
Hintergrundbeleuchtung EDGE LED / W-LED
Display Größe und Format 27 Zoll / 16:9
Maximale Auflösung 2560x1440 (WQHD)
Pixeldichte 108.8 ppi (Pixel pro Zoll)
Bildwiederholungsfrequenz 144 Hz / Overclock 165 Hz
Native Farbtiefe und Farbraum 8-bit / sRGB
Reaktionszeit bzw. Schaltzeit (GtG) 4ms (Ultra Low Motion Blur)
Helligkeit 350cd/m2
Integrierte Lautsprecher Ja 2 x 2-Watt
Videoeingänge 1x DisplayPort 1.2, 1x HDMI 1.4, 2x USB 3.0
Audio 3.5mm Kopfhörer Ausgang
USB Hub Ja
Stromverbrauch 90W max (je nach Nutzung vom USB-Hub)
27" Panel Maße BxHxT mit Standfuß 619.77 x 552.53 x 237.9mm
27" Panel Maße BxHxT ohne Standfuß 619.77 x 362.96 x 65.98mm
Rahmen Breite 7mm
Gewicht 7.0 Kg
Garantie 3 Jahre
Verstellbarkeit Neigung, Schwenk, Pivot, Höhe
Adaptive Sync G-Sync
G-Sync Range 30-165Hz
Kontrast (Nativ) 1000:1
Vesa Ja 100mm
Curved Nein

 
 


YouTube Video Review



Momentan bedient der Markt uns nur mit drei weiteren Alternativen und den nahezu identischen Specs:
ViewSonic XG2703-GS Preis Review
AOC Agon AG271QG Preis Review
Acer Predator XB271HU Preis Review

Alternativ dazu gibt es noch drei Modelle mit IPS Panel und WQHD, Freesync und 144Hz:
Acer XF270HUA Preis Review
ASUS MG279Q Preis Review
EIZO FORIS FS2735 Preis Review

 

Lieferumfang
1x Schnellstart Guide inkl. Sicherheitshinweise und ein Heft mit weiteren Informationen
1x Garantiekarte
1x Treiber und Handbuch auf CD-ROM
1x HDMI Kabel
1x DisplayPort Kabel
1x USB-3.0 Kabel
1x Netzwteil + Kältegerätstecker
 

 

Anschlüsse
2 x USB 3.0
1 x HDMI
1 x Displayport 1.2
1x Kopfhöreranschluss

Wichtig: Solltet ihr andere Geräte wie eine Playstation oder eine XBox an den Monitor verbinden, solltet ihr bedenken, dass ihr durch das Downscaling von WQHD auf FULL HD ein unschärferes Bild erhalten werdet als mit einem nativen FULL HD Monitor. Wenn ihr in Zukunft beispielsweise eine Nintendo Switch anschließen wollt, gilt das gleiche ebenfalls, da das Bild unschärfer wird desto weiter entfernt sich die Auflösung der Eingangsquelle von der nativen Auflösung des Monitors befindet.

 

 

Standfuß
Erst einmal zu den Maßen. Das Display ist von der Wand etwa 20 cm entfernt (Wenn man den Monitor ganz an die Wand stellt) und der Standfuß selbst bis zu 24 cm. Der Standfuß hat ein relativ klobiges Design in der Breite, jedoch stört oder beeinträchtigt er in keinster Weise. Das ist jedoch wie immer eine Frage des Geschmacks. Er ist sehr gut verarbeitet, sehr stabil und hält das Panel sehr gut auf der eingestellten Position. Auch alle ergonomischen Eigenschaften beherrscht er gut: Drehen, neigen, schwenken, in der Höhe verstellen sowie die Pivot Funktion. Auch ein kleines Kabelmanagement Tool ist im Monitor verbaut. Hier werden die Kabel einfach durch den Standfuß von den Anschlüssen aus mittig hinter den Monitor runter geführt. Was man hier bemängeln könnte ist, dass der Standfuß den Preis sicherlich auch nochmal etwas in die Höhe schießt und der solide Standfuß bei der Wandmontage einfach nur noch ein Staubfänger wäre.

 

Coating
Dem Trend hinterher ist auch der Asus PG279Q mit einem Semi Glossy Panel ausgestattet. Hier handelt es sich um ein halb glänzendes / mattes Panel. Er reflektiert etwas mehr als ein mattes Panel dennoch wesentlich weniger als ein glänzendes. Ich persönlich bin ein Fan von glänzenden Panels. Zwar muss man sich bei der Nutzung von glänzenden Panels darum bemühen Lichtquellen gegenüber vom Monitor zu beseitigen, diese haben aber meist einen besseren Schwarzwert (vor allem in Kombination mit Lichtquellen welche nicht direkt gegenüber vom Monitor sitzen), schönere und kräftigere Farben, ein leicht schärferes Bild und positiven Einfluss auf den Kontrast.

 

Verarbeitung
So wie jeder andere Monitor besteht der Asus aus Plastik. Wie kann man nun die Qualität von anderen Monitoren unterscheiden? Es sitzt alles fest, d.h. es knirscht und knackt nichts beim justieren des Monitors. Außerdem kann man die Qualität bzw. die „dicke“ des Plastiks erahnen indem man drauf klopft oder versucht das Gehäuse ein wenig einzudrücken, alles im grünen Bereich. Der Monitor hat rechts, links und oben sehr schmale Rahmen, was für eine besonders schicke Optik sorgt. Der Kunststoff ist in einem matt schwarz/ anthrazit gehalten. Auf der Hinterseite sind vier diagonal angeordnete Belüftungsschlitze zur Wärmeabfuhr. Insgesamt hinterlässt der Monitor einen sehr wertigen Eindruck. Auch hier gibt es eine kleine Sache zu bemängeln, das Gehäuse in dem das Panel sitzt, kann man mit dem Finger bereits mit leichtem Druck eindrücken (siehe dazu YouTube Video). Auch kann man bei genauer Betrachtung dünne Spalte zwischen dem Panel und dem Gehäuse erkennen, man sieht es, wenn man es sehen will. Im dunklen und im Betrieb wird es allerdings nie auffallen.

 

Bedienung
Das OSD beim ASUS ist sehr übersichtlich und einfach gehalten. Auch die Bedienung mit dem Joypad funktioniert sehr gut. Das einzige was nicht ganz durchdacht wurde ist, dass sich der Monitor ziemlich schwer bedienen lässt, wenn man rechts daneben direkt ein weiteren Monitor stehen hat. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Monitor kein separat regulierbaren Black Equalizer verbaut hat, also eine Einstellung womit man die Schwarzwerte anheben/ aufhellen bzw. absenken/ abdunkeln lässt. Hier muss man allerdings sagen, dass die verschiedenen Vorteilstellungen / Presets schon unterschiedliche Anhebungen in den Schwarzbereichen haben, so dass man die Funktion nicht zwangsläufig vermissen wird.

Im ersten Menüpunkt finden wir die Overclock Funktion die es uns ermöglicht den Monitor auf 165 Hz zu stellen. Bedenkt aber, dass die ULMB Funktion „nur“ mit 120 Hz funktioniert, was allerdings für eine flüssigere Bildwiedergabe zur Einbußung von einer dunkleren Bildhelligkeit mit sich bringt. Die Helligkeit reicht in der Regel aus, könnte allerdings ein bisschen heller sein nach meinem Geschmack. Bei viel Tageslicht könnte es vor allem bei Spielen allerdings ein wenig kritischer werden. Beim zweiten Menüpunkt „GameVisual“ können die verschiedenen Presets eingestellt werden. Meinem Erachten nach eignet sich der „Rennmodus“ zum daddeln am besten, hat leichte Anhebungen im Schwarz und auch angenehme Farben. In den Presets selbst, können wir lediglich nur noch die Farbtemparatur (RGB) einstellen. Beim Menüpunkt „Blaulichtfilter“ kann man wie der Name bereits verrät das Blaulicht in vier verschiedenen Stufen herausfiltern. Nutzen sollte man die Funktion wenn man die volle Farbpracht des IPS Panels genießen möchte nur beim surfen oder arbeiten am PC, da ein verringertes Blaulicht die Augen nicht so schnell ermüden lässt und dementsprechend augenschonender ist. Des Weiteren kann noch die Helligkeit und der Kontrast eingestellt werden. Ich empfehle den Kontrast anhand von Testbildern wie z.B. ein Graustufenverlauf vorzunehmen, da ein zu hoch eingestellter Kontrastwert helle Details verschluckt und das Bild von der Qualität her leiden kann. Zuletzt haben wir noch die Möglichkeit, Einstellungen in der Overdrive Funktion vorzunehmen. Hier kann man zwischen Aus, Normal und Extrem wählen. Hier solltet ihr euch für „normal“ entscheiden, da „extrem“ zu ungewollten und unschönen Fragmenten führt (Siehe Ufo Testbild).

Zusätzlich für Gamer ausgerichtet spendiert Asus dem Monitor drei weitere Gaming-Features. Ihr könnt zwischen verschiedenen Fadenkräuzen wählen, die konstant am Bildschirm angezeigt werden, verschiedene Timer nach beliebiger Zeit setzen und den FPS zähler einschalten, der eure aktuelle FPS (Frames per Second) misst und euch anzeigt. Nette Gimmicks aber nichts notwendiges oder besonderes.

 

Beleuchtung
Die Beleuchtung des Asus Monitors befindet sich im Standfusß und kann nicht genutzt werden wenn ihr Vorhaben solltet den Monitor per Vesa-Halterung an die Wand zu befestigen. Auch ist es Geschmackssache, weswegen man nicht pauschal sagen kann es sehe eben gut oder schlecht aus, jedenfalls kann man sie aus ausschalten. Ich denke den meisten Zockern wird die Beleuchtung gefallen, gerade Rot und Blau sind die beliebtesten Farben bei Beleuchtung in der Hardware. Ich bin mir aber auch sicher dass wir in Zukunft nur noch RGB Beleuchtungen in Monitoren sehen werden.

Bildqualität: Rennmodus (Kontrast 50 Helligkeit 50)

 

Graustufen
Die Durchzeichnung in den Graustufen ist gut, aber nicht perfekt. lediglich die hellsten beiden Punkte sowie die dunkelsten beiden Punkte sind nur noch bei genauerer Betrachtung vom Hintergrund differenzierbar. Man kann sie erkennen, wenn auch nicht mehr so leicht.

Ufo

 

DAS PROBLEM: Ausleuchtung und Schwarzwert (normale und verlängerte Belichtung)
Hier kommen wir zum Punkt, warum ich mich nicht so richtig in den Monitor verlieben kann. Hierbei handelt es sich nicht einmal auf einem „Gemecker“ auf hohem Niveau, sondern ein großer Nachteil welches ein IPS von Haus aus mit sich bringt. Für den wuchtigen Preis von momentan etwa € 830, wäre jedoch eine bessere Qualitätskontrolle im Bereich Backlight-Bleed (Durchscheinen der Hintergrundbeleuchtung am Rahmen des Monitors) angebracht und hätte mit einer besseren Qualität durchaus „behoben“ werden können. Beachtet, dass Handyfotos bei Bewertungen oder in Google den IPS Glow nochmal deutlich verstärken (Kann man gut erkennen wenn der Mauszeiger auf dem Monitor stark überbelichtet ist oder das Bildrauschen im dunklen verstärkt auftritt), ich kann verärgerte Kunden aber gut verstehen wenn derartige Fotos in den Umkreis und auf Bewertungsportalen geraten, denn schließlich handelt sich um Achthundertdreißig Euro…

Im nachfolgenden könnt ihr euch Fotos von Schwarzwert und der direkt damit verbundenem Backlight-Bleed und IPS Glow ansehen. Zum einen findet ihr Fotos von einer Entfernung von 50cm mit dem Schwarzwert, so wie man ihn in echt in etwa sieht und einer verlängerten Belichtungszeit um die Schwächen des Monitors nochmal zu verdeutlichen. Die gleichen zwei Fotos bei einer Entfernung von 100cm. Des Weiteren könnt ihr zwei weitere Fotos (überbelichtet) sehen in dem ihr Einfluss auf die Blickwinkel im Schwarzwert bzw. den IPS Glow in dunklen Spieleinhalten nehmen könnt. Ihr habt leider nur drei Möglichkeiten, Einfluss auf den IPS Glow zu nehmen. 1: Ihr reduziert die Helligkeit oder 2: Ihr entfernt euch vom Monitor oder 3: Ihr erhöht die Raumhelligkeit, alles eher ungewollte Situationen. Natürlich kann man an der Panel Lotterie teilnehmen und mit „viel“ Glück ein Monitor erwischen in dem der IPS Glow nur gering vorhanden ist, hierbei bräuchte man allerdings großes Glück. Dafür empfehle ich FOLGENDES (Klicken) Video, indem 20(!) PG279Q´s bestellt wurden und im Bereich IPS Glow miteinander verglichen wurden. Das Ergebnis fällt sehr sehr ernüchternd aus. 

Sollte sich jemand von dem IPS Glow nicht gestört fühlen, dann ist der Monitor eine sehr gute Wahl, vor allem in Kombination mit einer starken Grafikkarte, um eben auch von der hohen Hz Anzahl Gebrauch machen zu können. Scifi und Horrorfans kommen bei dem Monitor eher nicht auf ihre Kosten. Hierbei hilft nur: Warten auf Direct LED IPS Monitore. Auch wenn ich ein großer Fan von guten Schwarzwerten bin, ist eine gleichmäßige Ausleuchtung eines Panels meiner Erfahrung nach DEUTLICH wichtiger als ein super Schwarzwert mit viel Ausleichtungsdefiziten (Clouding, Backlight-Bleed, IPS Glow).

 

DAS SCHÖNE: Blickwinkel
Die Blickwinkel lassen einem das Herz höher schlagen. Häufig sieht man in verschiedenen Videos, wie Monitore von starker seitlicher Betrachtung sowie von oben und unten abgefilmt werden um zu demonstrieren, wie Farbstabil ein IPS Panel ist. Ich habe mich damals immer gefragt was mir das bringt, da ich sowieso nur vor dem Monitor sitze, und warum ich nicht lieber zu einem VA Panel greifen sollte. Ganz anders als beispielsweise auf meinem Laptop IPS Panel, man erkennt die Farbstabilität bereits einfach beim vor dem Monitor sitzen. Die Blickwinkel faszinieren einfach, solange keine dunklen Bildinhalte/ Spieleinhalte kommen und der IPS Glow einem die Glücksgefühle vernichtet. Ihr solltet beachten, dass der IPS Glow außerdem beim Filme schauen auf dem Monitor im 21:9 Kinoformat ebenfalls eine Qual ist und es einfach keinen Spaß macht. Bei Bildinhalten indem der IPS Glow nicht auffällt, ist die Blickwinkelstabilität und die Farben einfach vorbildlich. Hier werde ich traurig und bin jeden Tag aufs neue am überlegen der IPS Lotterie erneut beizutreten.

 

Farben
Nicht nur die Farben, sondern auch der Schwarzwert bekommt in Gegensatz zu einem TN Panel einen ordentlichen Schub. Im 1:1 Vergleich wird man in den Farben vorerst keinen Gewaltigen unterschied bemerkten. Als ich den Asus jedoch ein paar Tage getestet und verwendet habe und dann schließlich zurück an meinem TN Panel saß, habe ich mich gefragt wo zur verfluchten Hölle die Farben hin sind? Mein TN Panel war extrem ausgeblichen und Farbtot. Auf diese Weise testet man Kopfhörer übrigens auch am besten, da ein ständiges hin und her wechseln einen nur noch mehr verwirrt und man einen Kopfhörer mehrere Tage nutzen sollte bevor man ihn wieder mit einem anderen vergleicht. Ich bin von den Farben sehr angetan, da sie auch mehr in warme gehen als z.B. ein Quantum Dot Monitor mit VA Panel. Auch wenn ich denke dass die meisten die knalligen und intensiven Farben eines Quantum Dot Monitors bevorzugen, finde ich die Farben vom IPS Panel sehr angenehm. Gerade bei SciFi Games beispielsweise kommt ein Quantum Dot Panel voll auf seine Kosten. Auch bunte Games wie „Abzu“ oder „Ori and the Blind Forest“ sehen auf einem Quantum Dot nochmal etwas besser und farbenfroher aus. Also was ist nun besser? Es kommt auf den persönlichen Geschmack an. Wärmer, angenehmer = IPS - knallig, sehr intensiv = Quantum Dot VA.

 

Reaktions- bzw. Schaltzeit
Sie liegt bei 4 Millisekunden und verrichtet einen sehr guten Job. Im direkten Vergleich mit einem TN Panel wird man wohl unterschiede sehen, ich denke jedoch für die meisten wird der Unterschied nicht groß auffallen. Mit eingeschalteter ULMB Funktion ist das Bild extrem klar und bei Bewegungen im Spiel (mit ausreichender FPS) oder beim Bewegen von Objekten auf dem Desktop sehr angenehm anzusehen. Um die Reaktionszeit darzustellen wurden Fotos von der Motion Ufo Test von Blur Busters geschossen (www.testufo.com). Die Geschwindigkeit ist auf 960 Pixels Per Second gestellt. Hier findet ihr alle drei unterschiedlichen Overdrive Funktionen bei 165 Hz inklusive der ULMB Funktion.

Ufo

 

Fazit
Für wen ist der ASUS nun Ideal? Alle die genug Grafikpower haben und in den Genuss kommen wollen ohne schliere zu daddeln. Als Faustregel gilt es zu beachten die 100 FPS Marke zu knacken, da 100 FPS mit ULMB generell empfehlenswerter sind als beispielsweise 40-80 FPS mit G-Sync. Der Sprung von 60 auf 100 Hz ist enorm, auf 144 Hz eher relevant für den E-Sports Bereich. Die 165 Hz die Asus hier anbietet sind in absoluter Quatsch und nur heiße Luft, den Unterschied in den hohen Hz zahlen nimmt man höchstens noch bei einem 240 Hz Monitor wahr. Die 20 Hz wird kein Mensch richtig unterscheiden können. Farben sind sehr gut, Blickwinkel hervorragend, die Verarbeitung auch sehr gut – insgesamt ein fast optimaler Monitor den ich allerdings nicht zu 100% empfehlen kann. Wenn euch der IPS Glow stört und ihr eine perfekte Ausleuchtung haben wollt, empfiehlt es sich noch zu warten oder auf eine andere Panel Technologie zu greifen. Könnt ihr mit den Nachteilen leben ist der Monitor ein optimaler Kompromiss zwischen Auflösung und „Schlierfreiheit“. Komischerweise hat Asus, Acer, AOC und Viewsonic, welche alle das AU Optronics Panel verbaut haben aber stärkere IPS Glow Probleme als beispielsweise aktuelle LG Ultrawide Monitor mit LG IPS Panel.

Was ihr beachten solltet ist eben dass ihr ausreichend Grafikpower mitbringt, denn wenn beispielsweise jemand auf einem WQHD Monitor Witcher 3 mit 70 FPS spielt und jemand auf einem Full HD 144 Hz Monitor auf 120 Frames kommt, dann hat der Spieler auf dem WQHD zwar das schärfere Bild, aber nur so lange wie er sich nicht bewegt. Auch bei langsamen Bewegungen wird der Full HD Monitor in dem Fall eine schärfere Bilddarstellung liefern. Auch profitiert man von der Auflösung beim einfachen Arbeiten, Surfen und Multitasking am PC, dadurch dass man 77% mehr Arbeitsfläche hat als bei einem Full HD Modell.

WICHTIG für streaming mit Twitch oder andere Anbieter: Durch das downscaling auf beispielsweise 720p werden eure Zuschauer ein unsauberes und unscharfes Bild zu Gesicht bekommen, hier müsstet ihr dann in dem Fall selber auf Full HD Spielen, damit das Bild erträglicher wird. Das liegt daran, dass das Bild immer unschärfer wird, desto höher die "Distanz" zu der ursprünglichen Auflösung ist.

Also fragt euch nach dem Einsatzzweck: Welche Spiele spiele ich? Sind es E-Sports oder Casual Games? Streame ich? Schaue ich Filme am PC? Möchte ich eine Konsole an den Monitor schließen? Betreibe ich Bild-, Foto- und/ oder Videobearbeitung? Kann ich mit dem IPS-Glow leben?

 

Pro
NVidia G-Sync
IPS 100% sRGB + Gaming Monitor in einem
Deutliche Verbesserung in der Schwarzdarstellung im Vergleich zu einem TN Display
144 bzw. 165Hz
Glasklare ULMB Funktion
Sehr guter Standfuß
Semi Glossy Coating
Sehr gute Verarbeitung
Überzeugende Blickwinkelstabilität
USB Hub
Design sowie dünne Rahmen

Neutral
Kontrast von 1000:1
Leicht stärkeres Ghosting (kommt auf die Wahrnehmung von Person zu Person an, hohes Niveau!)
WQHD Auflösung (Nachteil- bzw. Vorteilhaft je nach Einsatzzweck)
Standfußbeleuchtung
Blickwinkelstabilität bei dunklen Spieleinhalten
Energieklasse B

Contra
Eingebaute Lautsprecher (unnötige Mehrkosten, billiger Sound)
Keine Monitorprofile
Ausleuchtung (Backlight-Bleed)
IPS Glow (Verstärkt bei hoher Helligkeit)
Kein Black Equalizer
Etwas dunkles Bild bei aktivierter ULMB Funktion
21:9 Filme durch IPS Glow in den Kinobalken teilweise unerträglich

 

Update 1.1 Messungen:
Nachdem ich nun meine ersten Messinstrumente besitzte und dementsprechend nachgemessen habe, möchte ich euch folgende Daten nicht vorenthalten. Zwar ist es mir möglich auch Farbabweichungen in Form von Delta E (dE 94) anzugeben und mit Standardeinstellungen, mit optimalen Einstellungen und nach Kalibrierung aufzuzeigen, doch sind mit die Daten mit aktuellem Messgerät noch zu ungenau, so dass ich auf ein gutes Messgerät etwas Geld spare bevor ich euch keine exakten Daten liefern kann.

In Zukunft erhalten die Reviews eine verbesserte Struktur und Übersicht, der Update ist jetzt mehr oder weniger "reingequetscht" :).

Kontrast und Helligkeit
Ein guter Kontrast ist Voraussetzung unabhängig von der Helligkeitseinstellung. In der Theorie sind Helligkeit und Kontrast zwei unabhängige Parameter wogegen dies in der Praxis leider nicht der Fall ist. Hier wurde die Bildschirm Luminanz und der Schwarzpunkt bei unterschiedlicher Helligkeitseinstellung Gemessen und daraus der Kontrast berechnet sowie die Stabilität in zwei Grafiken ermittelt. Grafikkarten Einstellungen waren während der Messungen auf Standard sowie alle ICC Profile und Kalibrierungen deaktiviert. 

Gemessen wurde der Kontrast in der Standardeinstellung (Racing Mode) bei Farbtemparatur "Benutzer" auf RGB (100, 100, 100). Der Kontrast erweist sich hierbei als sehr gut (>1000:1). Was besonders auffällt ist, dass mit gleichem Messgerät und gleicher Software zu anderen Reviews eine hellere Maximalhelligkeit und dementsprechend Kontrast gemessen wurde. Es könnte natürlich auch Abweichungen von Modell zu Modell geben. Hierbei sollte darauf "geachtet" werden, dass ein Panel nicht gleichmäßig ausgeleuchtet ist und der Kontrast somit nicht überall auf dem Bild gleich ist. Gemessen wurde von der Bildmitte aus.


Maximale Helligkeit in cd/m2
Asus PG258Q
488
Dell S2716DG
424
Asus PG278QR
399
Asus PG279Q
369
Samsung CFG70
361

Die Maximalhelligkeit auf der Werkseinstellung betrifft 368,61 cd/m2 und auch hier wieder um etwa ~35 heller als resultate aus älteren Reviews. Vielleicht hat Asus hier eine kleine aber besonders Feine besserung für die ULMB Funktion vorgenommen.  Dementsprechend liegt der Wert mit etwa 18 cd/m2 höher als die Angabe des Herstellers von 350 cd/m2. Wenn nötig, kann auch eine Mindesthelligkeit von 62 cd/m2 eingestellt werden. Eine Einstellung von 17 im OSD Menü betrifft beinahe exakt 120 cd/m2. Beachtet hierbei wie bei allen anderen Messungen auch, dass es sich bei der Maximalhelligkeit um einen unkalibrierten Zustand handelt, der kalibriert nochmal etwas geringer ausfällt.


Durch das Eintragen aus der Tabelle oben in die Grafik erhalten wir hier die Luminanzkurve. Wie man gut erkennen kann, erhalten wir eine ziemlich lineare Beziehung aus der Luminanz zum Kontrast. 
 
Das durchschnittliche Kontrastverhältnis des Bildschirms war für ein IPS-Panel mit einem Durchschnitt von 1181: 1 ausgezeichnet. Dies war vor allem über den Helligkeitseinstellbereich hinweg stabil.
 
Maximaler Kontrast x:1
Samsung CFG70
2654
Asus PG279Q
1181
Asus PG258Q
995
Asus PG278QR
964
Dell S2716DG
686
 
Schwarzpunkt bei optimalen Einstellungen (120 cd/m2 , 6500K)
Samsung CFG70
0,05
Asus PG279Q
0,12
Asus PG278QR
0,13
Asus PG258Q
0,13
Dell S2716DG
0,17
 
Standardperformance und Einstellungen
Eine wichtige Sache für die meisten Benutzer ist es in Erfahrung zu bringen, wie ein Bildschirm "Out of the Box", ohne Kalibrierung und nur mit ein paar Einstellungen performt. Da nur die wenigsten Nutzer zugang zu Hardware Colorimeter haben, ist es wichtig zu verstehen welche Leistungen der Bildschirm in Bezug auf Farbgenauigkeit mitbringt. Momentan, da noch kein akkurates Messgerät vorhanden, wird auf alles bis auf die Farbgenauigkeit eingegangen (Gamma, Weißpunkt (Kelvin), Helligkeit Kontrast).
 
Ziele für diese tests sind wie folgt:
- Gamma: Ein wert von 2.2 wird angestrebt, da dieser ein Standard für Computermonitore ist.
- Farbtemperatur / Weißpunkt (K): Angestrebt wird ein wert von 6500K, welche die Temperatur von Tageslicht aufweist.
- Luminanz: Angestrebt wird ein Wert von 120 cd/m2, welcher empfohlen für LCD Monitore in normalen Lichtbedingungen ist.
- Schwarzwert / Schwarzpunkt: Angestrebt wird der möglichst geringste Wert um maximale Schattendetails, den besten Kontrast und die beste Wahrnehmung von Farben zu ermöglichen.
- Kontrast: Das Ziel ist "so hoch wie nur möglich". Alle dynamischen Kontrastverstärker sind hier ausgestellt, wenn vorhanden.
(In Zukunft: - dE (Delta E) Durchschnitt / Maximum: Hier wird der niedrigste Wert angestrebt. Wenn DeltaE> 3 ist, unterscheidet sich die angezeigte Farbe signifikant von der theoretischen, was bedeutet, dass der Unterschied für den Betrachter wahrnehmbar ist. Wenn DeltaE
 
Standardeinstellungen sind wie folgt:

 
Ergebnisse und Abweichungen bei Standardeinstellungen

 
Die Standardeinstellungen des IPS PG279Q haben mit der benutzerdefinierten Farbtemparatur einen relativ starken Gelbstich, auch wenn der Weißwert hier bei ~ 6061K liegt. Ich kahm bei meiner Messung auf einen Gammawert von 2,1, was mit einer Abweichung von 4,8% schon ziemlich nah an dem Ziel liegt. Im OSD selber sind keine Gammaeinstellungen vorhanden, so dass diese, wenn sie ohne Kalibriergerät vorgenommen werden möchten, mittels Software erfolgen müssten. Gut also für diejenigen die keine Hardware für Kalibrierung haben und "Out of the Box" schon ein guter Wert erreicht wird. Der Weißpunkt war in dem Fall aber deutlich zu warm, was aber weniger tragisch ist, da hier RGB Einstellungen vorgenommen werden können. Die Abweichung lag bei 7,2%, was schon ein relativ hoher Wert ist.  Hier noch ein Vergleich der Standardeinstellung unter dem "Racing Mode" mit unterschiedlichen Farbtemperaturen.


 
   Der Wert "Normal" war etwas Kühl mit seinen 7800K wogegen "Warm" nach meiner Messung schon sehr nahe dem optimum liegt. Die Helligkeit ist in der Standardeinstellung mit 262 cd/m2 deutlich zu hell und wird in den seltensten Fällen für SDR Content verwendet. Mit einem Schwarzpunkt von 0,22 cd/m2 ergibt sich daraus aber ein sehr guter Kontrast (für ein IPS Panel) von 1191:1. Nach tests anderer Reviews sind die Delta E Abweichungen bereits im Standardmodus sehr gut und mangeln nur etwas in dunkleren Graubereichen, welche man im Graustufenverlauf auch gut erkennt.
 
Optimale OSD Anpassungen
Die Einstellungen wurden anhand vom Weißpunkt und der Helligkeit vorgenommen. Den Gammawert kann man mit der Software aus der Grafikkarte um einen Wert von 0.1 verändert. An dieser Stelle muss aber gesagt werden, dass es teilweise auch Geschmackssache ist wie der Gammawert eingestellt. Nicht akkurate Farben sind für Spiele eben nicht so wichtig wie für Grafiker. Mit einem zu hellem Gammawert leiden die Durchzeichnung in helleren Bildszenen, mit einem zu zunklem eben in dunkleren Bildszenen. Manche bevorzugen es eben viele Details, beispielsweise in Horrorspielen zu haben.
 
Einstellungen
 
 
Ergebnisse
 
Abweichungen
  

Mit ganz einfachen RGB Einstellungen kann man dem Weißpunkt dennoch sehr sehr nahe kommen. Was jedoch auffällt ist, dass der Kontrast etwas darunter leidet. Hier muss man allerdings erwähnen, dass die Messungen oben mit RGB 100, 100, 100 durchgeführt wurden und bei anderen Farbtemperatur Voreinstellungen ebenfalls der Kontrast etwas runter geht. nichtsdestotrotz ist ein Wert von ~ 1004 cd/m2 immer noch sehr gut.
 
Kalibrierung
Im kalibrierten Zustand wird der Gammawert auf 2.2 perfektioniert und die Farbabweichungen nochmal verringert, was beim PG279Q nochmal deutlich für weniger "Treppenbildung" in der Graudurchzeichnung führt. Da noch kein aussagekräftiges Messgerät vorhanden, ist dieser Teil etwas uninteressant.
 
ULMB
Was jedoch noch sehr interessant ist, sind Luminanz und Schwarpunkt-Messungen während der ULMB Funktion. Getestet wurde einmal mit der Pulsbreite der ULMB Funktion von 100% und mit verschiedenen Helligkeitseinstellungen, sowie umgekehrt mit einer Helligkeitseinstellung von 0% und verschiedenen ULMB Pulsbreiten.
 
Messung mit konstanter ULMB Pulsbreite auf 100 und variabler Helligkeit:
 
Messung mit konstanter Helligkeit auf 100 und variabler Pulsbreite:
 
Maximale Helligkeit in cd/m2 bei aktivierter ULMB bzw. Strobe Backlight
Asus PG258Q
275
Samsung CFG70
212
Dell S2716DG
153
Asus PG278QR
147
Asus PG279Q
129
 
Hier gibt es bis auf ein paar Unterschiede im Kontrast keine großen Vor- und Nachteile durch bestimmte Einstellungen. Man sollte aber bedenken, dass man mit aktivierter ULMB immer etwas mehr Farbabweichungen haben wird als ohne. In der Regel geht der Delta E Durchschnitt etwa um 0.6 hoch, was allerdings auch nicht besonders hoch ist. ULMB ist und bleibt aktuell mein persönliches Lieblingsfeature!
 

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