von Lim, 21.03.2017 18:00 Uhr
 

Dell S2716DG Review - 97% sRGB unkalibriert. Merkt man den Unterschied? Wie gut schlägt er sich gegenüber ein IPS Panel?

Wichtig(!) Review Updates werden in Zukunft IMMER am Ende des Artikels unter der Pro / Contra Liste erstellt. Hier werden neue "Fehler" die ein bestimmtes Modell hat nachgetragen. Das kann passieren wenn 
A: Mein Modell von bestimmten Fehlern nicht betroffen ist und ich darauf aufmerksam gemacht werde, oder
B: Ich ein Fehler übersehen sollte. Das kann passieren wenn ich beispielsweise Spiele oder Bildinhalte teste, in dem gewisse Fehler nicht vorkommen. In Zukunft muss ich mir ein besseres System hierfür überlegen, damit mir nichts mehr entgeht :)

Einleitung

Schon was länger am Markt und laut Bewertungen auf Amazon und anderen Versandhändlern immer besser bewertet als die Konkurrent und das sogar zu einem günstigerem Preis von etwa 100€ mit den nahezu identischen Spezifikationen. Der Dell S2716DG nutzt ein TN Panel mit einer WQHD (2560 x 1440p) Auflösung und verfügt über 144 Hz, G-Sync, einer Schaltzeit von 1 Ms GtG (Grau-zu-Grau), einem Kontrastverhältnis von 1000:1 und einer sRGB Farbraumabdeckung von 97%. Doch wie schlägt er sich zur Konkurrenz und kann Dell die versprochene Farbraumabdeckung und den Kontrast halten? Finden wir es heraus.

 

Alternative 144Hz WQHD Monitore zum Dell S2716DG:

TN
Asus ROG Swift PG278Q(R) / G-Sync (Nvidia) Preis Review
Acer Predator XB271HU / G-Sync (Nvidia) Preis Review
Asus MG278Q / Freesync (AMD) Preis
AOC AGON AG241QG / G-Sync (Nvidia) Preis
BenQ XL2730Z Freesync (AMD) Preis
AOC AG 271 QX / Freesync (AMD) Preis

IPS
Asus MG279Q / Freesync (AMD) Prei
Asus ROG Swift PG279Q / G-Sync (Nvidia) Preis Review
Acer Predator XB271HU / G-Sync (Nvidia) Preis
Viewsonic XG2703-GS / G-Sync (Nvidia) Preis
AOC Agon AG271QG / G-Sync (Nvidia) Preis
Eizo FS2735 / Freesync (AMD) Preis

 
 
 

Datentabelle

Panel Typ TN (AU Optronics)
Hintergrundbeleuchtung EDGE LED / W-LED
Display Größe und Format 24 & 27 Zoll / 16:9
Maximale Auflösung 2560x1440 (WQHD)
Pixeldichte 24 Zoll = 122,38 / 27 Zoll = 108,79 ppi (Pixel pro Zoll)
Bildwiederholungsfrequenz 144 Hz nativ
Input Lag 12,9 Ms Bildmitte (~0.0013 Sekunden)
Native Farbtiefe und Farbraum 8 Bit / 97% sRGB ohne Kalibrierung
Reaktionszeit bzw. Schaltzeit (GtG) 1ms (Ultra Low Motion Blur @ 120 Hz)
Helligkeit 350cd/m2
Integrierte Lautsprecher Nein
Videoeingänge 1x DisplayPort 1.2, 1x HDMI 1.4, 4x USB 3.0
Audio 1x 3.5mm Kopfhörer Ausgang / 1x Audioausgang
USB Hub Ja 4x USB 3.0
Stromverbrauch 47W Standart / 90W max (je nach Nutzung vom USB-Hub)
24.5" Panel Maße BxHxT mit Standfuß Ausgefahren : 546,3 mm Eingefahren: 416,3 mm Breite: 612,5 mm Tiefe: 200,3 mm
24.5" Panel Maße BxHxT ohne Standfuß 612,5 x 362,5 x 55,6mm
Rahmen Breite 8mm (oben, links, rechts) 1,7mm (unten)
Gewicht 4,4 Kg
Herstellergarantie 3 Jahre
Verstellbarkeit Neigung, Schwenk, Pivot, Höhe
Adaptive Sync G-Sync
G-Sync Range 30-144 Hz
Kontrast (Nativ) 1000:1
Vesa Ja 100mm
Curved Nein
 
 


YouTube Video Review

 

 
 

Lieferumfang
1x Netzkabel
1x Kurzanleitung
1x DisplayPort Kabel
1x USB 3.0 Kabel
1x Support CD

 

Anschlüsse
Der Dell verfügt über einen HDMI1.4, einen DisplayPort 1.2 sowie vier USB 3.0 Anschlüsse. Zwei von den USB 3.0 Anschlüssen befinden sich auf der Rückseite, wo sich alle gängigen Anschlüsse befinden. Zugriff auf die beiden anderen USB Anschlüsse bekommt ihr auf der linke Monitorseite wo sich auch noch ein 3.5mm Klinke Kopfhöreranschluss befindet. Außerdem habt ihr noch einen Line-out Port, wo ihr Lautsprecher anschließen könnt (Funktioniert nicht mit Kopfhörern).

 

Standfuß
Der Standfuß ist aus Kunststoff und sehr gut verarbeitet. Schwenken, neigen, drehen und die Pivot-Funktion, alles kein Problem. Die untere "Platte" ist in einem halb matten anthrazit silber gehalten sowie die Halterung auf der Rückseite. Die Halterung auf der innenseite ist Schwarz und je nach Höheneinstellung mehr oder weniger zu sehen. Auch ein einfaches Kabelmanagement ist mit eingebaut, wo die Kabel durch ein ca. 5 cm breites Loch durchgesteckt werden um diese gerade nach hinten runter zu führen. Der Mindestabstand von der Standfußplatte zur Wand beträgt 20 cm. Der Mindestabstand vom Display zur Wand beträgt ca. 15.5 cm.

 

Coating
Der Dell hat eine halb matte Panel-Oberflächenbeschichtung. Sie ist matter als beispielsweise der Asus PG279Q und "glänzender" als der Asus PG278Q(R). Ein mittelding, was besonders bei Fernsehern momentan sehr beliebt ist. Ich finde es ist ein guter kompromiss, da ein zu mattes Panel auch dazu führen kann, dass die matte Panelbeschichtung bei hellen und gleichmäßigen Farben, wie sie oft auf dem Desktop vorkommen, in Form von leichtes glänzen wahrgenommen werden kann. Die Oberflächenbeschichtung ist reine Geschmackssache, wenn man maximale Bildqualität haben möchte, dann ist eine glänzende Beschichtung die beste Wahl.

 

Verarbeitung
Hier macht der Dell meiner Annsicht nach nichts falsch und hinterlässt insgesamt einen sehr soliden Eindruck. Kein knacken beim verstellen des Monitors. Eine Kleinigkeit die mir aufgefallen ist, ist der Staubeinschluss der sich am oberen Rahmen befindet. Fairerweise muss man hier aber zu sagen, dass man es nur sieht wenn man mit hellem Licht genau gegen den Monitor strahlt. Der Staubeinschluss ist mir auch erst aufgefallen, als ich den Rahmen abfotografieren wollte. Das Design ist sehr schlicht gehalten und steht in Konkurrenz zu aggressiven Gaming-Designs von beispielsweise Asus oder Acer. Was jedoch besonders auffällt sind die schmalen Rahmen an den Seiten und oben von 7mm. Der untere Rahmen auf der unteren Seite ist etwas "dicker" mit etwa 1.6cm.

 

Bedienung
Mittlerweile sind wir dort angekommen, wo die meisten Hersteller auf einen 5-Wege Joystick zurückgreifen. Hier merkt man schon ziemlich gut, wie "umständlich" die Bedienung in Gegensatz zum Asus TN 144/165hz Modell ist. Für mich persönlich absolut kein K.O. Kriterium, denn wie oft befindet man sich schon im OSD Menü? Das wichtigste sind schließlich die Einstellungen und hier kann der Dell leider auch nicht so sehr überzeugen.

Bedient wird der Dell S2716DG mit vier Knöpfen auf der unteren rechten Monitorseite. Durch ein drücken auf eine beliebige Taste der Knöpfe öffnet sich als erstes das Hauptmenü in dem wir zum ersten zwischen den vier verschiedenen Preset Modis Standard, Warm, Cool und Custom Color wählen können. Als zweites könnt ihr die Lautstärke der angeschlossenen Kopfhörer bzw. Lautsprecher regeln. Mit der vierten Taste könnt ihr das Quick-Menü schließen bzw. es dient auch als "zurück" Button im Hauptmenü. Mit der dritten Taste kommt ihr ins Herzstück des Menüs.

1. Helligkeit / Kontrast (zwischen 1% und 100%)
2. Eingabe-Quelle: HDMI / DisplayPort
3. Farbe
  3.1 Voreingestellte Modi (Presets) Unter Benutzerdefiniert -> R G B Einstellungen
  3.2 Farbe zurücksetzen
4. Display
  4.1 Reaktionszeit (Normal / Schnell)
  4.2 ULMB (Aktiviert / Deaktiviert)
  4.3 ULMB Impulsbreite (zwischen 10 "dunkler" und 100 "heller")
  4.4 Anzeige zurücksetzen
5. Audio
  5.1 Lautstärke
  5.2 Audio zurücksetzen
6. Individualisieren (hier könnt ihr die erste und zweite Taste personalisieren indem ihr auswählt welches Menü ihr mit den Knöpfen aufrufen möchtet) wählbar zwischen: Voreingestellte Modi (Presets), Helliogkeit/Kontrast, Eingabe-Quelle und Lautstärke
7. Weiteres
  7.1 Monitor Ruhestand (aktivierten / deaktivieren)
  7.2 Alle Einstellungen zurücksetzen

Wie man unschwer erkennt, hat der Dell zur Konkurrenz leider keine Makros, eine nur "schlechte" Overdrive Funktion (Reaktionszeit Normal / Schnell, siehe dazu Ufo-Testbilder unten), keinen Blaulichtfilter, keine Farbsättigung (beliebt bei CS GO), keine Gammaeinstellung und auch kein Black Equalizer bzw. Dark Boost (womit dunkle Stellen in Spielen aufgehellt werden um mehr Details hervorzubringen, kann aber auch beispielsweise mit der Gammafunktion unter Nvidia aufgehellt werden, hier wird jedoch auch das komplette Bild heller). Die Fehlende Gammaeinstellung kann per Grafikkarten-Software angepasst werden. Dadurch sieht das Bild insgesamt knackiger aus, hat aber den "Nachteil", dass Detals im dunklen etwas mehr schwinden. Für E-Sports spiele wäre ein hoher Gammawert (wie er bei Dell in der Einstellung bereits ist) perfekt, für Spiele wie Diablo 3 oder Witcher 3 etc. ist es eben Geschmackssache. Ein niedriger wert offenbart mehr Details im Schatten, ein hoher macht das Bild etwas "lebendiger".

 

Graustufen
Die Durchzeichnung in dunkleren Bereichen ist TN-Typisch sehr gut, hier punktet der Dell ebenfalls mit einer guten und klar definierten Durchzeichnung in hellen Bildszenen. Lediglich bei 98,8% weiß, erkennt man den Unterschied zu 100% nur noch sehr geringfügig. Ein TN Panel hat aber nicht die "Probleme" mit Details im Schwarzwert wie beispielsweise ein VA oder IPS Panel. Hier kann beim IPS oder VA aber eben auch mit einem Gammawert von 2.0 nachgeholfen werden, wodurch sich der unterschied wieder verringert. Welchen Gammawert man bei sich einstellt ist neben dem "Industriestandart" 2.2 eben auch etwas Geschmackssache. Ich persönlich tendiere etwas zu mehr Details im Schwarzbereich.

Problem 1: Der Dell hat relativ starkes Colour-Banding in dunkleren Farbabstufungen, was dazu führt, dass sich etwas stärkere Treppen bei dunklen Farbabstufungen bilden und vor allem bei Grautönen ungewollte Farbüberlagerungen entstehen (Lila, Gelb, Grün, Pink). Siehe dazu Foto im. Dies kann aber von Monitor zu Monitor varriieren.

Bitte beachte, dass alle Messungen unten (wenn nicht anders erwähnt) nach einer Kalibrierung (Standardwerte: Gamma 2.2, 120 cd/m2, Weißpunkt 6500K) vorgenommen wurden.

 

Ausleuchtung und Schwarzwert und Bildhomogenität
TN Panels haben den "schlechtesten" Schwarzwert am Markt. Mag vielleicht schlimm klingen, ist es in Realität meist gar nicht. Im direkten Vergleich zu einem IPS oder VA wird man natürlich einen Unterschied feststellen, welcher in Realität aber meist nach einer Spieleminute wieder vergessen ist (Natürlich gibt es Personen die besonders großen Wert auf den Schwarzwert legen und stark auf die dunklen Bereiche im Monitor achten). Modernere TN Panel wie der Dell S2716DG oder der ASUS Rog Swift PG278(Q) haben ein wesentlich besseres Schwarz und auch Blickwinkel als viele alte 144 Hz Modelle. Besonders gut fande ich den Schwarzwert und die Ausleuchtung beim Asus PG258Q 240Hz Monitor, da er nur minimales Backlight Bleed am unteren Bildschirmrand und sonst eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung hatte. Der Dell S2716DG hat das etwas schlechtere Schwarz als sein direkter Konkurrent der Asus PG258QR. Nutzt ihr Licht beim spielen oder spielt Tagsüber mit Tageslicht, werdet ihr im Schwarzwert keinen Unterschied feststellen. Was bei Ausleuchtungen besonders wichtig ist, ist die Homogenität bzw. dass der Monitor so wenig wie möglich: Clouding, Backlight Bleed oder IPS Glow hat, denn dies stört, besonders bei dunklen Spielen, wesentlich mehr, als ein schlechterer Schwarzwert.

Bemerkung: Solltet ihr euch die Vergleichsfotos von beiden TN Monitoren von einem TN Monitor aus ansehen, müsst ihr das Foto etwas von oben Betrachten, da die Abdunklung beim TN Monitor oben dafür sorgt, dass der Schwarzwert auf dem Foto besser aussieht als er scheint.

Backlight Bleed kann man am Dell nur minimal wahrnehmen,  (Problem 2:) Clouding hingegen tritt in Form von Streifen (art Banding) im Schwarzbild etwas verstärkt auf. Blöderweise muss hier erwähnt werden, dass selbst der mehrere Jahre alte Asus VG278HE eine bessere Ausleuchtung hat, auch wenn er mehr Backlight Bleed besitzt.  Betreibt man den Monitor auf bis zu 120 cd/m2 (ca. Helligkeit 29), wird man diese Aufhellungen im Schwarz nicht wahrnehmen. Auf hellere Stufen (ca. 50) kann man diese Aufhellungen schon ziemlich gut erkennen. Bisher hatte ich aber kein Spiel, wo diese Aufhellungen sonderlich gestört haben (und ich bin sehr penibel). Ich habe zwei dunkle Spiele (Alan Wake und Star Wars) gespielt, und wurde von den Aufhellungen so gut wie gar nicht gestört.  Man kann auf den Testbildern sehr gut erkennen, dass die Homogenität der Ausleuchtung bei Betrieb einer hohen Helligkeit nicht wirklich überzeugen kann. Man muss an dieser Stelle aber fairerweise sagen, dass man diese Defizite in Spielen selbst nicht oder nur sehr selten merken wird. Auch hier wird die Ausleuchtung von Monitor zu Monitor variieren. Bei den meisten Bewertungen und Reviews aus dem Netz, ist die Ausleuchtung eher positiv zu bewerten. 

Der Spyder 5 Elite + wurde genutzt um die Homogenität der Ausleuchtung zu messen, an dem 9 weiße Quadrate über dem Bildschirm gemessen werden Die Tabelle unten in der zweiten Spalte zeigt die Luminanz jeder einzelnen Quadrate welche aufgezeichnet wurde. In der dritten Spalte stehen die prozentualen Abweichungen zwischen jedem Quadrat. Die größte Abweichung beträgt im Fall von 120 cd/m2 eine Abweichung von 11%.

Außerdem wurde mit dem Spyder 5 Elite+ die Farbtemparatur (Weißpunkt) Homogenität aus den gleichen 9 Quadraten gemessen. Abweichungen werden hier als DeltaE Wert angegeben, wobei höhere Werte eine größere Abweichung vom 6500K (D65) Tageslicht-Weißpunkt-Ziel aufweisen.

 

Blickwinkel
Ebenfalls eine Schwäche eines TN Monitors sind bekanntermaßen die Blickwinkel. Störend sind vor allem Abdunkelungen im oberen Bildbereich, besonders dann, wenn es sich dazu noch um dunkle Spiele oder Bildinhalte handelt. Im nachfolgenden Könnt ihr euch ein ungefähres Bild der Blickwinkel des Monitors machen. Beim Graustufenverlauf werden die Blickwinkel in dunkleren Bildbereichen besonders hervorgehoben, links sollte eigentlich ein vertikaler Übergange entstehen. Durch die Abdunklung im oberen Bereich eines TN Panels, wird der dunklere Inhalt noch mehr abgedunkelt (Auf der Kamera stärker wahrnehmbar!). Von oben betrachtet verschwindet dieser effekt, hellt aber den kompletten Bildinhalt auf. Anbei sind auch Vergleichsfotos mit einem älterem 6-Bit 144 Hz Monitor (Asus VG278HE) um zu verdeutlichen, dass Blickwinkel ein wenig besser sind wie wir sie sonst von TN Panels kennen.

 

Downscaling / Interpolation
Ihr müsst euch im klaren sein, dass wenn ihr den Dell S2716DG in Full-HD betreiben möchtet (beispielsweise beim Streamen), ein deutlich unschärferes Bild bekommt als mit einem nativen FULL-HD Display. Auch werden beispielsweise FULL-HD Filme unschärfer angezeigt als auf einem Nativen FULL-HD Panel. Anbei sind Fotos zum Nativen Asus VG278HE 144 Hz Monitor mit dem Direktvergleich zum Dell und dem Asus PG278QR, welcher ebenfalls ein WQHD Monitor ist.

 

Farben
Überall werden die Farben von  WQHD 8-Bit TN Panels in den Himmel gelobt und behauptet, dass es zu einem IPS Panel keinen Unterschied mehr gäbe, stimmt das? Theoretisch ja, aber, durch die Blickwinkel und den schwächeren Kontrast sind Farben immer noch etwas im Nachteil. Während nur die Angabe einer hohen sRGB Farbraumabdeckung nicht die Genauigkeit der Farben beschreibt, haben IPS Panel meist immer noch die präziseren Farben nach Standartvorgaben aus der Industrie und haben weniger Abweichungen im Delta E, welche die Distanz oder die DIfferenz zwischen zwei Farben angibt. Der Unterschied ist im direkten Vergleich kaum erkennbar (eher bei dunklen Bildinhalten), offenbart sich aber wenn man für einige Tage einen IPS Panel nutzt und dann wieder zurück zu TN switcht. Hier wirken die Farben dann etwas milchiger und blasser. Bei dunkleren Bildinhalten mit dem besserem Schwarz eines IPS Panels, wirken Farben nochmal etwas knackiger und kräftiger. die 97% (bei Gamma 2.2, 6500K und 140 cd/m2) sRGB Farbraumabdeckung erfüllt hier also sehr gut ihren Zweck und ist in Gegensatz zu alten TN Monitoren ein deutliches Upgrade. Man muss hier aber erwähnen, dass selbst mein alter Asus VG278HE nach Kalibrierung auf eine Farbraumabdeckung von 98% kommt. Dennoch bleibt er für Grafiker keine echte Alternative zu IPS Panels.

Gegenüber dem Asus PG278QR, hat der DELL S2716DG  ein weißeres / kühleres weiß nach der Kalibrierung und kühlere Farben. Der Asus hat im direkten Vergleich ein relativ starken Grün- / Braunstich. Umgehen kann man dies aber indem man beim Dell die Farbe Blau um etwa 6-8% abdämpft bzw. beim Asus etwa 10% vom Rot und Grün entfernt.

Kalibriert kommt ein Asus VG278HE auf einen Farbumfang von 98% sRGB, so dass selbst ein solch sehr altes Modell, bereits eine gute Farbraumabdeckung haben kann. Im nachfolgenden könnt ihr den Farbumfang des Dell S2716DG direkt im Vergleich mit einem Asus VG278HE ansehen.

 

Reatkions- bzw. Schaltzeit
Die Konkurrenz bietet hier mittlerweile auch 165hz an, was in meinen Augen jedoch vernachlässigt werden kann, da man sen Unterschied nur noch minimal, wenn überhaupt, wahrnehmen kann. 

in nachfolgenden Testbildern könnt ihr euch ein Bild vom Schlierverhalten auf 144 Hz mit normaler und schneller Reaktionszeit ansehen. Bei eingeschalteter "schneller" Reaktionszeit entstehen beim Dell deutliche Fragmente, wovor ich nur abraten kann. Asus bietet im Gegensatz zum Dell drei verschiedene Modi, wodurch das Bild während der Bewegung leicht schärfer ist ohne Fragmente zu erzeugen. Auch findet ihr hier Fotos mit eingeschalteter ULMB Funktion, wovon ich persönlich ein Fan bin. Als weiteres Testfoto könnt ihr das entstehende Crosstalk am oberen Monitorrand, mittlerem Monitorbereich und unteren Monitorrand bei eingeschalteter ULMB Funktion sehen.

Der Unterschied zu IPS: IPS Panel schlieren leicht mehr, und haben während der ULMB Funktion ein stärkeres Ghosting. In Spielen bei sehr vielen Details, wird man kaum einen Unterschied feststellen. Hier kommt es mal wieder auf den Bildinhalt an. Den größten Unterschied macht man in Kontraststarke Bildinhalte und bei mittelschnellen Bewegungen aus.

Die Maximalhelligkeit während der ULMB Funktion beträgt 153 cd/m2. (Gamma 2.2, 6500K). Die Maximalhelligkeit ohne ULMB beträgt 424 cd/m2.

Maximale Helligkeit in cd/m2
Asus PG258Q
488
Dell S2716DG
424
Asus PG278QR
399
Asus PG279Q
369
Samsung CFG70
361


Maximale Helligkeit in cd/m2 bei aktivierter ULMB bzw. Strobe Backlight
Asus PG258Q
275
Samsung CFG70
212
Dell S2716DG
153
Asus PG278QR
147
Asus PG279Q
129


 

Kontrast
Dell gibt ein Kontrastverhältnis von 1000:1 an, leider entspricht die Angabe diverser Reviews nicht so ganz der Realität. Auch wenn der Kontrast schon ganz gut ist, geht es bei der Konkurrent noch etwas besser, auch mit einem etwas besserem Schwarzwert. Momentan habe ich leider noch nicht die Freischaltung für professionelle Software, sollte bei den nächsten Reviews dann entstehen sowie Diagramme mit allen getesteten Monitoren.

Schwarzpunkt bei optimalen Einstellungen (120 cd/m2 , 6500K)
Samsung CFG70
0,05
Asus PG279Q
0,12
Asus PG278QR
0,13
Asus PG258Q
0,13
Dell S2716DG
0,17

 

Fazit
Es ist schön zu sehen, dass Dell als beliebter Hersteller im Bereich Support und deren Garantie ein Modell auf den Markt bringt, der die Gamerecke anspricht. Das Design ist sehr gelungen und vor allem die schmalen Rahmen machen optisch einiges auf dem Schreibtisch her. Der Standfuß ist auch sehr gut und die USB Konnektivität kann neben den Audio Ausgängen ebenfalls überzeugen. 144 Hz sind in der Regel ein großer Benefit und die Kombination mit G-Sync macht es ebenfalls noch besser (wenn man die ULMB Funktion nicht nutzen möchte). Einmal 120 Hz und es gibt kaum noch Leute die zurück auf 60 Hz wechseln. Die Presets sind eher für den Gaming-Bereich ausgerichtet, so dass beispielsweise Presets für Film, Fotos, Surfen oder andere Bereiche, nicht vorzufinden sind. Hier würde man um ein externes Kalibrierungsgerät nur schwer vermeiden.

Prinzipiell ist der Dell S2716DG etwas schlechter als der Asus PG278QR, hat aber bei Kundenbewertungen in verschiedenen Online-Shops die bessere Bewertung, doch warum ist das so? Scheinbar hat Dell einfach eine bessere Qualitätskontrolle als Asus. Asus hat häufig Probleme mit der Ausleuchtung, Backlight Bleed, Clouding sowie einem Problem, wodurch Bildrisse entstehen. Hat man jedoch beim ersten Kauf bereits etwas Glück (dank der schlechten Asus Qualitätskontrolle), so hat man im Grunde genommen den besseren Monitor. Mehr und teilweise je nach Zielgruppe wichtige Einstellungen im ODS Menü, den 5 Wege-Joystick, den besseren Kontrast, den besseren Schwarzwert und die bessere Overdrive-Funktion. Der Asus PG258QR hat jedoch ein ziemlich stark mattes Panel, wodurch das Bild minimal unschärfer wirken kann. Besonders bei hellen und gleichmäßigen bildinhalten (besonders bei weiß / grau und auf dem Desktop beim surfen) kann man hier die Oberflächenbeschichtung in Form von eimel "schimmern" erkennen. Bei spielen wird dieser effekt nicht wahrnehmbar sein. Ein weiterer Unterschied ist, dass der Dell zum Asus PG278QR vor und nach Kalibrierung ein weißeres Weiß hat, wogegen der Asus ein relativ starken Grün- Braunstich hat. Aktuell ist der Dell S2716DG zu einem Preis von ~ € 580 erhältlich. In dem Fall würde man ~ € 70 zum ~ € 650 teureren Asus PG278Q einsparen können. Ich denke, der Asus bietet in dem Fall das bessere Gesamtpaket und Spieleerlebnis.  Alles in Allem ist der Dell S2716DG  dennoch ein sehr guter Monitor mit leichten Schwächen..

 

Pro:
Sehr gute Farben für ein TN Panel (8-Bit)
G-Sync (30-144 hz/fps) -> Beachte, kein G-Sync in Kombination mit ULMB zur gleichen Zeit
Gute Helligkeit während der ULMB Funktion
Keine eingebauten Lautsprecher (Mehrkosten)
USB 3.0 Hub mit 4(!) USB Eingängen
WQHD Auflösung für ein sehr scharfes Bild auf 27" Zoll
Sehr guter Standfuß und gute Verarbeitung
Halb mattes Panel
Schlichtes Design und schmale Rahmen
Allgemein sehr gute Gaming Performance
Dell ist allgemein sehr beliebt für ihren Support und deren Garantie

Neutral:
Keine Speichermöglichkeit für Profile (nur unter gegebenen Presets)
Keine Gammaeinstellung / Farbsättigung (Auch kalibrierbar in Grafikkarten-Einstellung)
Kalibrierung nur schwer ohne ein externes Messgerät
Staubeinschluss am oberen Rahmen

Contra:
OSD Menü Steuerung und Einstellungen (Kein Black-Equalizer, schwache Overdrive-Funktion)
Homogenität in der Ausleuchtung (Clouding / Streifen) - Kann von Monitor zu Monitor variieren
Colour Banding in dunkleren Farbabstufungen und etwas verstärkte Treppenbildung (Kann von Monitor zu Monitor variieren)
Blickwinkel (Sind aber normal für ein TN Panel)

 

Review Update

Banding
Scheinbar leiden einige Modelle des S2716DG unter massiven Banding Problemen. Dabei sind Farbverkäufe besonders bei dunklen und "leuchtenden" Objekten besonders davon betroffen. Solltet ihr euch den Monitor zulegen, solltet ihr unbedingt überprüfen ob euer Modell ebenfalls unter dem Problem leidet. In DESEM Videointro könnt ihr das Problem sehr leicht überprüfen. Im folgenden seht ihr Fotos vom S2716DG mit dem Problem und eines von einem IPS Panel, ohne das genannte Problem. Die Fotos sind von einem Leser/Zuschauer.

Pixel Inversion
Auch sollen betroffene Modelle das Problem von "Pixel Inversion" haben. Im Fall vom Dell S2716DG sollen beispielsweise Schriften beim Scrollen von Webseiten Ghosting hinterlassen und bei CS GO beispielsweise sollen waffen ebenfalls eine schattenhafte Umrandung haben. Außerdem kann es bei bestimmten Spieleszenen dazu führen, dass ihr lila oder grüne Artefakte wahrnehmen könnt. Da ich bei meinem Modell keine derartigen Probleme feststellen / sehen konnte, habe ich hierfür keine Fotos. Aus rechtlicher Sicht darf ich auch keine Fotos von anderen Foren etc. verwenden. Dafür solltet ihr einfach "Dell S2716DG pixel inversion" googeln bzw. youtuben. 

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