von Lim, 15.02.2017 15:15 Uhr
 
 

Einleitung
Im Test ist Samsungs neuer LCD Curved Monitor in 24 Zoll (auch erhältlich in 27 Zoll) mit einem VA Panel (8 Bit) mit Quantum Dot Technologie und einem Kontrastverhältnis von 3000:1. Der Vorteil mit Quantum Dot ist das eigene Leuchten der Kristalle bei Bestrahlung mit blauem Licht, also blauen LED´s. Damit verspricht Samsung nicht nur eine bessere Farbdarstellung sondern auch ein korrekteres Weiß. Beim Farbumfang gibt Samsung ein Erreichen von 125% des sRGB Standarts an. Ausgestattet ist der CFG70 mit AMD´s Freesync technologie, welche dafür sorgt dass Tearing verhindert wird. Außerdem besitzt der  Monitor eine Full-HD Auflösung und 144 Hz mit einer Grey-to-Grey Reaktions- bzw. Schaltzeit von gerade Mal einer Millisekunde, was für VA Panels eher untypisch ist und durch das Backlight Strobing erreicht wird. Das „Strobing“ sorgt dafür dass der Monitor zwischen jedem Bild ein Schwarzbild schaltet, was bedeutet dass der sonst langsamere LCD Schaltzeit nachgeholfen wird. Samsung ist im TV Bereich bereits Pionier unter der Bewegtbilddarstellung, große Hoffnung also für uns Gamer endlich einem vernünftigen 144 Hz Monitor mit sattem Schwarz und kräftigen Farben sowie Kontrasten zu erhalten.

 

Datentabelle

Panel Typ Quantum Dot VA
Hintergrundbeleuchtung EDGE LED
Display Größe und Format 24 & 27 Zoll / 16:9
Maximale Auflösung 1920x1080 (Full HD)
Pixeldichte 91.8 ppi (Pixel pro Zoll)
Bildwiederholungsfrequenz 144 Hz
Input Lag 16 ms (Bildmitte)
Native Farbtiefe und Farbraum 8-bit / sRGB
Reaktionszeit bzw. Schaltzeit (GtG) 1ms mit ULMB (Ultra Low Motion Blur)
Helligkeit 350cd/m2
Integrierte Lautsprecher Nein
Videoeingänge 2x DisplayPort 1.2, 1x HDMI 1.4
Audio 3.5mm Kopfhörer Ausgang
USB Hub Nein
Stromverbrauch 24 Zoll 36W Netzteil 55W max., 27 Zoll 38W max.
24" Panel Maße BxHxT mit Standfuß 545 x 529.9 x 386.4mm
24" Panel Maße BxHxT ohne Standfuß 545 x 325.1 x 70.4mm
27" Panel Maße BxHxT mit Standfuß 621.2 x 550.6 x 386.4mm
27" Panel Maße BxHxT ohne Standfuß 621.2 x 366.9 x 91.7mm
Rahmen Breite 10-13mm
Gewicht 24" 5.2Kg / 27" 6.2Kg
Garantie 2 Jahre
Verstellbarkeit Neigung, Schwenk, Pivot, Höhe
Adaptive Sync Freesync
Freesync Range 70-144Hz via DisplayPort 1.2
Kontrast (Nativ) 3000:1
Vesa Ja 100mm
Curved 1800R
 

 

 

YouTube Video Review

 

Alternativen im Bereich 144 Hz, Full HD, 16:9 und einem VA Panel:
Acer Predator Z271 (G-Sync)
Acer Predator Z271T (G-Sync und mit Eye-Tracking)
Lenovo Y27g (G-Sync)
Lenovo Y27f (Freesync)
MSI Optix g27c (Quantum Dot Samsung Panel, noch nicht verfügbar) 

 


Lieferumfang
1x Netzteil
1x HDMI Kabel (ca. 1,5m)
1x DisplayPort Kabel (ca. 1,5m)
1x Aufbau- Anleitung, Garantiekarte, Kalibrierungsbericht zum Zeitpunkt der Produktion (Kein Handbuch)
1x Handbuch CD (Handbücher, Treiber, Acrobat Reader, Easy Setting Box Tool)
1x Wandhalterung Adapterplatte (zum Montieren an Vesa-Wandhalterungen)

 

Standfuß
Samsungs Standfuß muss viel Kritik einstecken, verständlich denn er ist nicht jedermanns Sache. Er nimmt sagenhafte 38 cm Platz in der Tiefe ein. Das bedeutet, selbst für Schreibtische mit einer Tiefe von 80 cm sitzt man, wenn man den Monitor tief gestellt hat, ziemlich nah dran. Ansonsten verrichtet der Standfuß einen guten Job, er Sitzt fest, die Höhenverstellung sowie die Pivot-Funktion können Tadellos eingestellt werden. Auch spendiert Samsung dem Monitor ein kleines Kabelmanagement Feature, welches jedoch nichts besonderen ist und nur bedingt gut funktioniert.  Ein weiterer Nachteil ist, dass man den Monitor nicht drehen kann, hierfür muss man den kompletten Standfuß mit bewegen.

 

Vesa Unterstützung
Der Monitor kann (glücklicherweise!) mit einem Vesa-Mount an der Wand befestigt werden. Dazu legt Samsung ein Vesa-Mount Adapter mit in den Lieferumhang, welcher am Monitor befestigt und dieser wiederrum am Vesa-Mount geschraubt wird.

 

Coating
Ausgestattet ist Samsungs VA-Panel mit einem Semi Glossy Panel. Dieser ist wie der Name schon sagt halb glänzend. Er reflektiert etwas mehr als ein mattes Panel dennoch wesentlich weniger als ein glänzendes. Ich persönlich bin ein Fan von glänzenden Panels. Zwar muss man sich bei der Nutzung von glänzenden Panels darum bemühen Lichtquellen gegenüber vom Monitor zu beseitigen, diese haben aber meist einen besseren Schwarzwert (vor allem in Kombination mit Lichtquellen welche nicht direkt gegenüber vom Monitor sitzen), schönere und kräftigere Farben, ein leicht schärferes Bild und positiven Einfluss auf den Kontrast.

 

Verarbeitung
Samsung setzt überwiegend auf Plastik, so wie die meisten Monitore am Markt. Er ist bis auf den äußeren Rahmen in Matt Schwarz gehalten, was mir persönlich sehr gut gefällt. Der äußere Rahmen ist im Design von gebürstetem Aluminium, dennoch ebenfalls aus Plastik. Von der Verarbeitung macht der Monitor einen ziemlich soliden Eindruck. Es knirscht nichts und sitzt alles fest. Lediglich der runde Standfuß macht vom Material einen nicht so besonders hochwertigen Eindruck.

 

Anschlüsse
2x HDMI
1x Dispay Port 1.2
1x Kopfhörerausgang
1x Stromversorgung
Kein USB Hub oder ähnliches

 

Bedienung
Das OSD ist sehr übersichtlich und einfach gehalten, gefällt mir also sehr gut! Über das Design des Menüs kann man sich natürlich streiten, ich finds okay. Ich werde hier nur auf die wichtigen Menüpunkte eingehen, alle weiteren findet ihr auf den Fotos und sind selbsterklärend. Über den Joypad auf der rechten hinteren Seite kommt man mit einem Knopfdruck ins Navigationsmenü. Hier kann man erst einmal zwischen vier Punkten wählen. Mit dem Joypad nach links kann die Quelle ausgewählt werden, nach rechts aktiviert man den Eye Saver Mode wodurch blaue Farben im Monitor reduziert werden um die Augen vor Übermüdung und Blaulicht zu schützen, unten schaltet man den Monitor aus und nach oben kommen wir ins gut strukturierte Hauptmenü.

Unter dem Menüpunkt Game können wir als erstes den Bildmodus wählen (RPG, AOS, sRGB, Cinema, High-Brightness, FPS, RTS und Custom). Hier wird auch die Refresh Rate eingestellt und nicht mehr über die NVIDIA Systemsteuerung. Der Black Equalizer ist dazu da um dunkle Bereiche in Spielen aufzuhellen, jedoch leidet darunter der Kontrast und die Bildqualität. Interessant ist das Feature eher für den E-Sports First Person Shooter Bereich. Er kann auch dazu genutzt werden um dunkle Stellen noch mehr abzudunkeln, hier besteht aber die Gefahr dass man in „Black Crush“ endet, was so viel bedeutet dass die Durchzeichnung in dunklen Bildbereichen darunter leidet und zu einem Haufen Brei wird. Beim Menüpunkt Response Time stellen wir das Backlight Strobing an. Hier kann gewählt werden zwischen Standard, Faster und Fastest. Weiter unten im Artikel findest du Fotos zu den unterschiedlichen Einstellungen. Da ich keine AMD Karte besitze konnte ich die Freesync funktion nicht ausprobieren. Ich warte noch bis Januar ab und schaue was AMD dort auf den Markt wirft, danach entscheide ich ob ich mir eine neue NVIDIA oder eine AMD Karte zulegen werde. Das Einschalten des Low Input Lags hat weder beim Messen noch beim Zocken keinen Unterschied von sich preisgegeben.  Schade finde ich, dass man Farben am Monitor wie bei Fernsehern nicht einstellen kann. Wäre für Monitore eher untypisch, diese Funktion würde ich mir dennoch mal wünschen. Bei Picture kann der Farbton zwischen kalt, normal, warm 1 und warm 2 ausgewählt werden.  Es besteht jedoch die Möglichkeit mit den RGB Farben rumzuspielen und sich seinen eigenen Farbton zu justieren. Unter Gamma kann man zwischen drei Voreinstellungen wählen.

 

Arena Lighting
Das Arena Lighting kann man entweder blinken lassen oder auf interaktiv stellen, was so viel bedeutet dass das sich das Blinken an den Game Sound anpasst. Hierfür muss jedoch eine eingebaute Soundkarte oder eine On-Board Soundkarte verwendet werden, da die Funktion sonst nicht funktioniert. Mit einem externem Audio-Interface oder einem DAC (Digital Audio Interface) wird man die Funktion nicht nutzen können

Bildqualität: Werkseinstellungen (sRGB, Kontrast von 75 auf 50 gesetzt)

 
Graustufen
Die Durchzeichnung in den Graustufen bewerte ich als gut, lediglich die hellsten beiden Punkte sowie die dunkelsten beiden Punkte sind nur noch bei genauerer Betrachtung vom Hintergrund differenzierbar. Man kann sie erkennen, wenn auch nicht mehr so leicht.

Ufost

 

Ausleuchtung und Schwarzwert (normale und verlängerte Belichtung)
Die Ausleuchtung ist als Hervorragend zu bezeichnen. Erinnert mich ein wenig an die LCD-TV Zeit wo noch keine LED´s verwendet wurden. Das Erste Foto zeigt den Monitor etwa so, wie man ihn in Wirklichkeit sieht, das rechte Foto sind mit einer deutlich höheren Belichtungszeit aufgenommen wurden, um die „Defizite“ von der Ausleuchtung und der verwendeten LED´s erkennbar zu machen. Mitunter ist noch ein Foto von dem Asus Rog Swift PG279Q mit IPS Panel und ein Foto im direkten Vergleich mit einem TN Panel (Asus Asus VG278HE). Beachte, dass Ausleuchtungsdefizite (Backlight Bleed) sowie der IPS-Glow auf der Kamera stärker erfasst werden und deutlicher rüberkommen als in Wirklichkeit. Zu beachten gilt für VA und IPS Panel folgendes: Desto weiter entfernt man sich vom Monitor befindet, desto "besser" wird die Ausleuchtung und Blickwinkelstabilität im Schwarz. Beim Samsung Quantum Dot entsteht eine Art "Auge" (rot markierte Bereiche), in denen die Blickwinkelstabilität besonders im Schwarzbereich nachlässt. Wenn man nun nicht ganz so nah am Monitor sitzt, öffnet sich das "Auge" bis fast zu den Rändern vom Monitor. Bei Farben wird man beim VA Panel keinen Unterschied ausmachen, lediglich in sehr dunklen oder schwarzen Bildinhalten.

Beachten sollte man allerdings, dass die Schwarzdarstellung nochmal besser wird (ob VA oder IPS) sobald nur ein wenig Billdinhalt auf dem Monitor zu sehen ist, weswegen die Aufhellungen im kompletten Schwarzbild deutlich erkennbarer sind. Beim IPS Panel besteht das gleiche Problem nur in Bezug auf den IPS Glow (Hier gehts zum Vergleich zwischen dem Samsung CFG70 und dem ASUS ROG SWIFT PG279Q). Nur bei starker dunkler und gleichmäßiger Bilddarstellung kann man leichte Ausleuchtungsdefizite (Banding) erkennen.  Bisher konnte ich auch noch von keinem anderem Nutzer rauslesen, dass Probleme mit Backlight Bleed aufgetreten sind. Auch muss man nicht während der Lieferzeit anfangen zu beten, dass das Exemplar welches bestellt wurde nicht von einem IPS Glow betroffen sein könnte. Was noch zum Schwarzwert zu beachten gilt: Desto heller der Raum, desto besser wird der Schwarzwert, der Samsung reagiert auf licht sehr gut, so dass man beinahe ein perfektes Schwarz erhält, wenn man denn damit zurecht kommt im beleuchteten Raum zu spielen. Das freut mich natürlich und zeigt, dass Samsung genau den richtigen Weg geht sich im Bereich von Monitoren, vor allem Gaming Monitoren zu positionieren. Scheinbar waren die Mitarbeiter von drüben fleißig in Foren unterwegs und Bewertungen am lesen (was ich anderen Anbietern auch ans Herz legen könnte).

Update: Scheinbar hat auch Samsung weiterhin Probleme mit der Qualitätskontrolle. Siehe dazu unten den Review-Update zum 27 Zoll Model. Außerdem haben mir weitere User von verstärktem Clouding und Backlight Bleed berichtet. Somit heißt es auch nun hier, dass man sich darüber klar sein muss ein schlecht ausgeleuchtetes Panel zu erwischen, dass man im Zweifelsfall retournieren muss, leider.

 

Blickwinkel
Kommen wir zu den Blickwinkeln des VA Panels. Bekanntlich sind die Blickwinkel deutlich besser als bei einem TN Panel aber etwas schlechter als bei einem IPS Panel. Farben ändern sich bei seitlicher oder oberer bzw. unterer Betrachtung nur sehr leicht und werden etwas milchig. Das größere „Problem“ ist die Blickwinkelstabilität in dunklen Bildszenen. Dadurch, dass das Bild in der Mitte einen höheren Kontrast hat, dunkler ist und zu den Rändern eben an Kontrast, Farbe und Schwarzwert verliert, erhält man den Eindruck, dass das Panel bei dunklem oder kontrastarmem Inhalt ein wenig „glänzt“. Diesen Effekt empfinde ich bei dem Monitor als größten Nachteil und zum Teil ziemlich störend. Bedenkt jedoch, dass es nur in dunklen Szenen stört und das „glänzen“ was ich beschreibe auch bei TN Panels auftritt. Möchte man den Schwarzwert des Monitor voll ausschöpfen, sollte man perfekt gerade vor ihm sitzen, ansonsten führt es dazu dass der obere Bereich etwas aufhellt wenn man von unten und der untere Bereich etwas aufhellt wenn man von zu weit oben auf den Monitor schaut. Auch wenn man optimal davor sitzt, sind die Blickwinkel nicht so gut, dass der Schwarzbereich stabil bleibt. Erklären kann man es am besten wenn man sich vorstellt, das der Samsung eine Art „Iris“ in dunklen Bildern hat, die sich öffnet, desto mehr man sich vom Monitor entfernt. Das gleiche gilt von links nach rechts und ist leider eine Schwäche vom VA Panel. Man könnte es auch als Vignettierung bezeichnen, nur dass das Bild in der Mitte eben dunkler und an den Rändern heller ist (auffällig nur bei sehr dunklen Inhalten). Hier möchte ich allerdings erwähnen, dass der Effekt nicht so drastisch ausfällt wie bei einem IPS Panel. Dort werden Ausleuchtungsdefizite im Schwarzbereich bei nicht gerade Betrachtung deutlich in den Ecken aufgehellt, auch wenn Farben stabiler bleiben als beim VA Panel.

 

Input Lag
Der Input Lag beträgt laut meiner Messung mit einem CRT Monitor 15 Millisekunden im mittleren Bildbereich. Im oberen Bildbereich wird es einige Millisekunden weniger und im unteren einige Millisikunden mehr ergeben. Im Vergleich mit dem Asus VG278HE kamen beide Monitore auf den nahezu identischen Input Lag. Somit hat Samsung mit einem VA Panel saubere Arbeit geleistet.

 

Curved
Das leidige Thema Curved. Ich bin kein großer Fan von Curved Fernsehern und so dachte ich auch bei Monitoren im 16:9 Format. In Wirklichkeit macht das Curved allein im Design schon eine schicke Figur. Auch merke ich es, auch wenn eher gering. Im 21:9 Monitor finde ich das Curved wesentlich sinnvoller. Mit gefällt es dennoch beim CFG70 ganz gut, auch wenn ich anfangs sehr skeptisch diesbezüglich war und prinzipiell ein flaches Panel bevorzuge, um Ausleuchtungsdefizite zu vermeiden.

 

Quantum Dot
Es ist das erste mal dass ich Quantum Dot mit eigenen Augen „erleben“ darf. Ich finde die Farben sehr gelungen. In Kombination mit dem hohen Kontrast scheinen manche Objekte aus dem Monitor herauszuragen, sehr schön. Samsung selbst gibt an, eine besondere Verbesserung in den Rot und Grüntönen entwickelt und vorgenommen zu haben. Das einzige was etwas Gewöhnungsbedürftig ist sind die Rot Töne. Sie sind manchmal so extrem, dass sie im direkten Vergleich mit einem TN Panel etwas pink wirken können. Ohne den direkten Vergleich zu einem farbschwächeren Monitor fällt das super extreme Rot allerdings nicht mehr so dominant auf. Man gewöhnt sich dran, sie haben aber auch den Vorteil das sie z.B. in Spieleszenen in dunklen Stellen total aus dem Monitor herausstechen und schon etwas 3D mäßig wirken. Nachteilig können die roten Töne bei Hautfarben sein, welche dann eben einen deutlich höheren Rotanteil haben. Dafür erhält man allerdings ein wesentlich transparenteres Bild, ohne ein Grün- bzw. Braunstich wie beim IPS Panel oder ein Gelbstich vom TN Panel und viel schönere Farbabstufungen besonders bei gelben und orangenen Farben. Es schein im Vergleich zum TN, besonders bei dem Spiel Abzu, als würden diesem einfach viele Farben fehlen. Die Grüntöne gefallen mit ebenfalls sehr gut, ohne großartig zu übertreiben. Blaue Farben haben in Gegensatz zu herkömmlichen VA Panel keinen großen Unterschied. Alles in Allem wirken Bilder und Fotos viel natürlicher und wärmer als auf einem TN Panel.

 

Reaktions- bzw. Schaltzeit von einer Millisekunde
Um die Reaktionszeit darzustellen wurden Fotos von der Motion Ufo Test von Blur Busters geschossen (www.testufo.com). Es wurden Foto-Tests für alle drei „Response Time“ Funktionen vom Monitor erstellt. Die Geschwindigkeit ist auf 960 Pixels Per Second gestellt. Der Asus VG278HE schliert seltsamerweise mit einem TN Panel  im Standard Modus gegenüber dem Samsung mit einem VA Panel mehr. Mit eingeschaltetem Backlight Strobing sieht der Asus kein Land. Hier kann der NVIDIA Lightboost Hack (http://www.blurbusters.com/zero-motion-blur/lightboost/) verwendet werden um ebenfalls das gleiche System wie des Samsungs zu nutzen. Das Resultat fürs schlieren ist hier ebenfalls sehr gut, die Farben und vor allem der Kontrast wird beim Asus aber mit aktiviertem Lightboost Hack extrem stark in den Boden gestampft, so dass man die Funktion lieber meiden sollte. Bei CS GO beispielsweise erkennt man an vielen Stellen kaum noch die Gegner. Benq´s ULMB (Ultra Low Motion Blur) „Backlight Strobing“ Funktion beispielsweise, hat Probleme bei der Nutzung der Hauseigenen Software über das OSD, so dass ein höherer Input Lag die Folge dessen ist. Ob neuere Benq Modelle noch davon betroffen sind weiß ich nicht. Demnächst werde ich jedoch noch drei native 240 Hz Panel Monitore von Benq, Asus und AOC, alle ausgestattet mit einem TN Panel, unter die Lupe nehmen.

Ufo Test

Die Fotos des Schliertests können durch das Weitwinkelobjektiv etwas unscharf sein, im „Fastest“ Modus ist das Ufo auf allen drei Ebenen sehr scharf, hinterlässt aber ein klein wenig Ghosting, welches in Spielen nur bei bestimmten Bildszenen (dunkle Objekte hinter dunklen Hintergründen) erkennbar ist. Das ist eben der Nachteil, den man mit einem VA Panel in Kauf nehmen muss, wenn man eben bessere Farben und einen besseren Schwarzwert haben möchte. Für zukünftige Motion Blur tests werde ich mir ein neues Objektiv zulegen, indem ich alle dein Bahnen einzeln fokussieren und abfotografieren kann. Außerdem muss ich mich mit einem Kamera-Slider ausstatten, der den Schlierentest nochmal besser und vor allem ohne hunderte Versuche, einfacher durchführen lässt J.

 
Aufhellung rechts
Der Samsung hat, höchstwahrscheinlich dem Curve und der Verspannung bzw. dem Druck in dem Bereich, eine ca. 0.5 mm breite Aufhellung am kompletten rechten Rahmen. Um Backlight-Bleed kann es sich hierbei nicht handeln, da diese Aufhellung nicht im Schwarzbild erkennbar ist. Die Aufhellung sorgt dafür, dass Farben in dem Bereich verblassen.  Sie fällt besonders dann auf, wenn wenig Details am Rand sind, also gleichmäßige Flächen, ob bei hellen oder dunklen Inhalten wie z.B. bei der Scrollbar vom Browser. Auch in Spielen und Filmen fällt die Aufhellung auf, bei manchen Bildszenen mehr bei manchen weniger. Mich stört es leider etwas, den einen wird es noch mehr stören den anderen evtl. gar nicht.

 

Lila Artefakt Problem
Durch die verstärkte Overdrive (Pixelbeschleunigung) Funktion in der Software führ es, wieder mal bei dunklen Bildinhalten (Dunkle objekte hinter dunklen Hintergründen), dazu, dass sich lila Artefakte bilden. Ich selber habe Witcher 3, Titan Souls, Overwatch CS GO und Walking Dead gespielt und erst als ich aus einem Forum rausgelesen habe dass das Problem besteht in manchen Szenen lila Artefakte ausfindig machen können. Z.b. konnte ich in Witcher 3 bei Nacht an Grashalmen erkennen wie sich leichte Artefakte gebildet haben wenn ich mich bewegt hatte. Ich selber empfand das Problem als weniger störend, vielleicht existieren aber Spiele in denen dieses Problem häufiger und verstärkt auftritt. Mit einem Testbild (Screenshot aus Call of Duty in einem dunklen Raum) von einem User in einem Forum auf Overclock.net, habe ich die Artefakte deutlich erkennen können, wenn ich das Bild hin und her gezogen habe.

 

Fazit
Alles in allem hat Samsung hier meiner Meinung nach sehr gute Arbeit geleistet. Positive Aspekte stellen negative Punkte stark in den Schatten. Es gibt so zwei Arten von Zockern, die einen wollen maximale Schärfe durch hohe Auflösungen die anderen sind fanatisch nach schlierfreien und smoothen Bildern. Ihr müsst euch also die Frage stellen, für welchen Einsatzzweck ihr den Monitor verwenden möchtet. Zum Arbeiten auf dem Desktop wäre ein QHD oder 4K Monitor wohl die bessere Lösung. Der Samsung ist ein GAMING Monitor mit dem netten Nebeneffekt Filme und Serien, besser als auf einem IPS Panel, durch sehr gute Kontraste und Schwarzwerte genießen zu können. GSync oder Freesync machen bei einem Full HD Monitor eher nur dann sinn, wenn man eine schwächere Grafikkarte hat. Es gilt die Faustregel, dass Spiele die mit 100 FPS laufen, lieber mit aktiviertem Backlight Strobing zu nutzen (wenn man nicht gegen das flackern anfällig ist).  Darunter ist GSync und Freesync wohl vorteilhafter. Spielt ihr wie ich viele Indie Games und  grafisch nicht zu anspruchsvolle Spiele, dann ist der Monitor für euch eine sehr sehr gute Wahl. Dennoch soll es nicht bedeuten dass ich nicht auch mal Witcher 3 o.Ä. daddel. Hier komme ich in den Genuss von einem super schlierfreiem Bild mit jedoch weniger Schärfe als auf einem QHD Monitor. Spieler die eine WQHD oder 4K Auflösung bevorzugen und beispielsweise mit 60 Frames spielen, sollten bedenken, dass sie während der Bewegung in Spielen ein unschärferes Bild trotz der besseren Auflösung haben als diejenigen, die Full HD mit beispielsweise 120 Frames und vor allem die ULMB Funktion nutzen. Natürlich spielt die Sitzentfernung auch eine große Rolle und sollte nicht unterschätzt werden. Den CFG 70 kann ich jedem empfehlen der großen Wert auf Ausleuchtung, Schwarzwert, schlierfreie Bilder und besonders gute Farben wert legt. Besonders Horror und Science-Fiction Weltraum Spieler dürften mit dem Samsung sehr viel Freude haben. Ich habe mich in dem Monitor verliebt und werde ihn als Referenzmonitor behalten und in Zukunft viele Vergleichsvideos zu anderen Monitoren erstellen.

Pro und Contra
 

Pro:
AMD Freesync
VA + Spieletauglich – schnellster VA Monitor am Markt
Sehr guter Schwarzdarstellung
144 Hz
Kontrast von 3000:1
1ms Schaltzeit durch ULMB (Ultra Low Motion Blur) / Backlight Strobing
Quantum Dot mit 125% sRGB Farbraum
Keine eingebauten Lautsprecher
Anlegen von 3 Monitorprofilen
Ausgezeichnete Ausleuchtung – Kein Backlight Bleed oder Probleme mit IPS Glow
Kalibrierungsbericht deutet (hoffentlich) auf gute Qualitätskontrolle hin

Neutral:
Curved mit 1800mm Radius (Führt zur schlechteren Ausleuchtung)
Full HD Auflösung
Arena Lighting (Unterbodenbeleuchtung)
Höhenverstellbar um 140mm – Wenn der Standfuß zusagt
Semi Glossy Coating (Für mich positiv da besseres Schwarz und Farben)

Contra:
Blickwinkelstabilität im Schwarzbereich nach oben und unten (mehr störend)
Aufhellung auf der rechten Seite (störend)
Standfuß – Sehr tief, geht bei der Höhenverstellung nach vorn bzw.  nach hinten (Hoch hinten, tief vorn)
Nicht so gute Blickwinkelstabilität in den Farben wie IPS
Kein USB Hub
Energieklasse C
Lila Artefaktbildung (bei dunklen Objekten auf oder über dunklen Hintergründen)

 

Review Update 1.1 (CFG70 in 27 Zoll)

Lila Artefakt Fix

Erst hatte ich gejubelt, denn das Problem mit den lila Artefakten wurde beseitigt. Vermutlich dadurch dass die Overdrive (Pixelbeschleunigung) in der Software etwas gedämpft wurde. Dies bringt jedoch auch zwei „neue“ Nachteile mit sich. Zum ersten entstehen in den Bildbereich nun hell orangene / gelbe Artefakte. Diese sind schwächer als die lila Artefakte zuvor und kann man bei dem Testbild, an dem die lila Artefakte besonders stark entstanden sind nur erkennen, wenn man sich genau konzentriert oder an das Bild ranzoomt. Sie fallen also deutlich weniger auf als zuvor.

 

YouTube Video Review Update

 

Der zweite Nachteil ist durchaus schlimmer, das Ghosting (siehe oben UFO-Test Vergleichsfotos unter Reaktions- bzw. Schaltzeit) wurde dadurch wieder verstärkt. Bei Hellen Bildinhalten fällt es nicht sonderlich stark auf, eher wieder bei dunklen Inhalten wo dunkle Objekte vor dunklen Hintergründen sind. Wenn ich die Wahl hätte, denke ich, würde ich die lila Artefakte mit dem besseren Ghosting bevorzugen. Bei Spielen wie Walking  Dead fällt es in Gegensatz zum TN Panel ziemlich deutlich auf. Hier sind durch die „Zeichentrickgrafik“ dickere schwarze Umrandungen und gerade bei dem Spiel noch sehr häufig hinter dunklen Hintergründen wo sich dann grüne Nachzieheffekte bilden die ich oft sehe und das Bild anfängt zu „schmieren“. Dies ist für ein VA Panel allerdings typisch und beim CFG70 noch besser als bei vergleichbaren VA Gaming Monitoren. Die orangenen Artefakte aus den Testbildern sind Fotoaufzeichnungen im Extremfall, welcher sonst nur selten so stark wahrgenommen wird.

 

Aufhellungen an den Seiten
Die Aufhellung die der 24“ Zoll Monitor auf der rechten Seite hatte, hat der 27“ Zoll Monitor, bei mir nun auf beiden Seiten, was ziemlich ärgerlich ist. Auch oben und unten sind minimale, dünne Aufhellungen (Die rechts und links sind aber deutlich). Vielleicht hatte ich in dem Fall pech, da ich aber noch einen neuen bekommen werde, werde ich hier im Review noch ein zweites Update hinzufügen und berichten.

Zur Ausleuchtung vom 27“ Zoll Modell

 
Banding
Was besonders stört ist, dass der Monitor starkes Banding hat. Bei den Testbildern kann man gut erkennen wie horizontale und vertikale Streifen über das gesamte Panel zu verteilt sind. In wirklichkeit sieht man das Banding etwas besser, weshalb ich hier nur die deutlich sichtbaren Testbilder eingefügt habe. Auch der 24 Zoll Monitor war davon betroffen, jedoch noch lange nicht so stark wie nun der große Bruder. Besonders auffallend und störend sind in der horizontalen die drei dunklen Streifen. Man sollte aber erwähnen, dass sie eher bei dunkleren und gleichmäßigeren Farben auffallen. Auf dem Desktop fallen sie nicht auf, bei Spielen und Filmen kommt es auf den Bildinhalt an. Bei Spielen weniger, da die Kamerabewegungen meistens schneller sind. Bei Vikings (Serie) beispielsweise kann man das Banding häufig und sehr gut erkennen – hier stört es besonders und hat meine Überlegungen den Monitor zu behalten endgültig überstimmt. Manchmal aber auch bei Bildinhalten, an denen nicht viele Details sind wie z.B. Nahaufnahmen von Gesichtern o.Ä.  Am meisten fallen die Streifen dann auf, wenn die Kamera von oben nach unten oder anders herum fährt. Genauso aber auch bei größeren Objekten die von oben nach unten oder eben andersrum, ins Bild kommen. Außerdem kann man das Banding stärker erkennen, wenn Filme oder auch Spiele verschiedene Filter haben bei denen der Kontrast verringert wird (also dort, wo meist dunkle Bildinhalte aufgehellt werden). Bei dem Call of Duty Testbild (Orange und Lila Artefakt Testbild oben) kann man, wenn man sich auf die zwei dunklen Streifen fixiert gut erkennen, dass das Bild in dem Bereich eben auch während der Bewegung abgedunkelt ist (Siehe YouTube Video). Demnach sorgt das Banding dazu, dass der Bildschirm an manche Stellen dunkler und an manchen Stellen in Form von Streifen heller ist. Auch beispielsweise in Word kann man bei genauerer Betrachtung sehen, dass das Panel einheitliche Farben nicht sauber anzeigt. Hier muss man allerdings genau hinsehen. Bei hellen Bildern und verschiedenen Strukturen fällt das Banding allerdings nicht auf.

 

Fazit Update 27" Zoll Modell
Vom 27" Modell bin ich etwas enttäuscht... Der Artefakt Fix, welcher kein richtiger Fix ist verschlechtert den Monitor meiner Ansicht nach nur. Allein das verstärkte Ghosting ist störender als die lila Artefakte, welche in bestimmten Bildszenen auftreten. Die Ausleuchtung enttäuscht ebenfalls, vor allem das Banding. Hier könnte es aber durchaus so sein, dass ich einfach ein beschädigtes Modell erwischt habe, denn als ich ein Blick auf den Samsung C34F791 (100 Hz Quantum Dot Ultrawide Monitor) werfen konnte, hatte dieser sogar weniger Banding als das 24" Modell. Es kommt eben auch auf eure persönliche Präferenz an, sollten euch die lila Artefakte wie einige User aus diversen Foren derart stören, dann solltest ihr evtl. zum 27" Zoll Modell greifen. Was das Schlieren und Ghosting angeht, ist Samsung dennoch immer der "beste" unter den VA Gaming Monitoren, wenn ich meine Ufo-Testbilder mit den Testbildern vom beispielsweise Acer XZ271 vergleiche. Welchen Kompromiss ihr eingehen wollt oder ob ein VA Panel in eurer Gaming Ecke steht, solltet ihr danach entscheiden, ob ihr mit den Nachteilen leben könnt. Generell ist zu sagen, wählt den Monitor, wo euch die Nachteile am wenigsten stören.

Review Update 1.2 (Messungen)

Nachdem ich nun meine ersten Messinstrumente besitzte und dementsprechend nachgemessen habe, möchte ich euch folgende Daten nicht vorenthalten. Zwar ist es mir möglich auch Farbabweichungen in Form von Delta E (dE 94) anzugeben und mit Standardeinstellungen, mit optimalen Einstellungen und nach Kalibrierung aufzuzeigen, doch sind mit die Daten mit aktuellem Messgerät noch zu ungenau, so dass ich auf ein gutes Messgerät etwas Geld spare bevor ich euch keine exakten Daten liefern kann.

In Zukunft erhalten die Reviews eine verbesserte Struktur und Übersicht, der Update ist jetzt mehr oder weniger "reingequetscht" :).

Kontrast und Helligkeit

Als erstes hier die Vergleichstabelle für die maximalen Helligkeitswerte in der Standardeinstellung der Monitore. Für detailliertere Informationen über die Helligkeit und den Kontrast, könnt ihr in den jeweiligen Review gehen.

Maximale Helligkeit in cd/m2
Asus PG258Q
488
Dell S2716DG
424
Asus PG278QR
399
Asus PG279Q
369
Samsung CFG70
361

Beachtet hierbei, das die Maximalhelligkeit des CFG70 immer noch mehr als genug ist. Ein guter Kontrast ist Voraussetzung unabhängig von der Helligkeitseinstellung. In der Theorie sind Helligkeit und Kontrast zwei unabhängige Parameter wogegen dies in der Praxis leider nicht der Fall ist. Hier wurde die Bildschirm Luminanz und der Schwarzpunkt bei unterschiedlicher Helligkeitseinstellung Gemessen und daraus der Kontrast berechnet sowie die Stabilität in zwei Grafiken ermittelt. Grafikkarten Einstellungen waren während der Messungen auf Standard sowie alle ICC Profile und Kalibrierungen deaktiviert.

Gemessen wurde der Kontrast in der Standardeinstellung (Custom) bei Farbtemperatur "Normal" auf RGB 50, 50, 50. Der Kontrast kommt zwar nicht an die Herstellerangabe von Samsung ran, ist aber immer noch ein absolut guter Wert. Hierbei sollte darauf "geachtet" werden, dass ein Panel nicht gleichmäßig ausgeleuchtet ist und der Kontrast somit nicht überall auf dem Bild gleich ist. Gemessen wurde von der Bildmitte aus.


 
Die Maximalhelligkeit auf der Werkseinstellung betrifft 361 cd/m2 und somit leicht mehr als die von Samsung angegebenen 350 cd/m2Wenn erforderlich, kann eine Mindesthelligkeit von 43 cd/m2 erreicht werden, wird in den meisten Fällen aber nicht benötigt. Mit einer Einstellung von 25 im OSD Menü erhalten wir eine Helligkeit von 119 cd/m2, was dem angestrebten Wert von 120 cd/m2 sehr nache liegt. Beachtet hierbei wie bei allen anderen Messungen auch, dass es sich bei der Maximalhelligkeit um einen unkalibrierten Zustand handelt, der kalibriert nochmal etwas geringer ausfällt.

 
Durch das Eintragen aus der Tabelle oben in die Grafik erhalten wir hier die Luminanzkurve. Wie man gut erkennen kann, erhalten wir eine ziemlich lineare Beziehung aus der Luminanz zum Kontrast.
 
Schwarzpunkt bei optimalen Einstellungen (120 cd/m2 , 6500K)
Samsung CFG70
0,05
Asus PG279Q
0,12
Asus PG278QR
0,13
Asus PG258Q
0,13
Dell S2716DG
0,17
 
Das durchschnittliche Kontrastverhältnis des Bildschirms war für ein VA-Panel mit einem Durchschnitt von 2654: 1 zwar unter der Herstellerangabe von 3000:1, aber noch in Ordnung. Gegenüber dem angegebenen Wert ist es vielleicht eine 2-, gegenüber TN und IPS natürlich excellent. Über den Helligkeitseinstellbereich hinweg schwankt der Kontrast aber gerne und hat bei der Einstellung 50 ein stärkeren Einbruch von 300 nach oben. 
 
Maximaler Kontrast x:1
Samsung CFG70
2654
Asus PG279Q
1181
Asus PG258Q
995
Asus PG278QR
964
Dell S2716DG
686
 
Standardperformance und Einstellungen
Eine wichtige Sache für die meisten Benutzer ist es in Erfahrung zu bringen, wie ein Bildschirm "Out of the Box", ohne Kalibrierung und nur mit ein paar Einstellungen performt. Da nur die wenigsten Nutzer zugang zu Hardware Colorimeter haben, ist es wichtig zu verstehen welche Leistungen der Bildschirm in Bezug auf Farbgenauigkeit mitbringt. Momentan, da noch kein akkurates Messgerät vorhanden, wird auf alles bis auf die Farbgenauigkeit eingegangen (Gamma, Weißpunkt (Kelvin), Helligkeit Kontrast).
 
Ziele für diese tests sind wie folgt:
- Gamma: Ein wert von 2.2 wird angestrebt, da dieser ein Standard für Computermonitore ist.
- Farbtemperatur / Weißpunkt (K): Angestrebt wird ein wert von 6500K, welche die Temperatur von Tageslicht aufweist.
- Luminanz: Angestrebt wird ein Wert von 120 cd/m2, welcher empfohlen für LCD Monitore in normalen Lichtbedingungen ist.
- Schwarzwert / Schwarzpunkt: Angestrebt wird der möglichst geringste Wert um maximale Schattendetails, den besten Kontrast und die beste Wahrnehmung von Farben zu ermöglichen.
- Kontrast: Das Ziel ist "so hoch wie nur möglich". Alle dynamischen Kontrastverstärker sind hier ausgestellt, wenn vorhanden.
(In Zukunft: - dE (Delta E) Durchschnitt / Maximum: Hier wird der niedrigste Wert angestrebt. Wenn DeltaE> 3 ist, unterscheidet sich die angezeigte Farbe signifikant von der theoretischen, was bedeutet, dass der Unterschied für den Betrachter wahrnehmbar ist. Wenn DeltaE
 
Standardeinstellungen sind wie folgt:
 
Ergebnisse und Abweichungen bei Standardeinstellungen:


Die Standardeinstellungen des VA Quantum Dot CFG70 haben eine bereits ziemlich gute Farbtemperatur von 6400K. Ich kahm bei meiner Messung auf einen Gammawert von 2,3, was mit einer Abweichung von 4,8% schon ziemlich nah an dem Ziel liegt. Im OSD selber sind auch Gammaeinstellungen vorhanden, mit denen man etwas "justieren" kann. Gut also für diejenigen die keine Hardware für Kalibrierungen und Profilierungen haben und "Out of the Box" schon einen guten Wert erreichen möchten. Abweichungen sind ziemich gering und können durch leichtes und einfaches Anpassen der RGB Einstellungen vorgenommen werden.
 
Gemessene Farbtemperaturen:
 
Gemessene Gammawerte:

Die Farbtemperatur der Einstellung "Benutzer" ist äquivalent zu der Einstellung "Normal" mit einem Wert von 6400K. Die Helligkeit ist wie bei fast allen Monitoren in der Standardeinstellung mit 361 cd/m2 deutlich zu hell. Mit einem Schwarzpunkt von 0,13 ergibt sich daruas ein Kontrast von 2780:1, was für den CFG70 trotz der Angabe von einem 3000:1 Kontrastverhältnis noch gut ist. In gegensatz zu einem IPS oder TN Panel ist es natürlich exzellent. 

Optimale OSD Anpassungen
Die Einstellungen wurden anhand vom Weißpunkt und der Helligkeit vorgenommen. Den Gammawert kann man im OSD Menü ändern, jedoch kommt man so nicht auf einen Wert von 2.2. Hier ist es ohne Kalibrierhardware schwierig einen exakten Wert von Gamma 2.2 zu erhalten. Die andere Möglichkeit wäre per Software aus der Grafikkarte um einen Wert von 0.1 zu erhöhen bzw. zu verringern, je nachdem welcher Modus ausgewählt wurde. An dieser Stelle muss aber gesagt werden, dass es teilweise auch Geschmackssache ist wie der Gammawert eingestellt. Nicht akkurate Farben sind für Spiele eben nicht so wichtig wie für Grafiker. Mit einem zu hellem Gammawert leiden die Durchzeichnung in helleren Bildszenen, mit einem zu zunklem eben in dunkleren Bildszenen. Manche bevorzugen es eben viele Details, beispielsweise in Horrorspielen zu haben.

Einstellungen:

Ergebnisse:

Abweichungen:

Mit der Anpassung der RGB Werte auf 47,44,50 erhalten wir bereits sehr gute Resultate, verlieren dadurch aber etwas an Kontrast. (insgesamt -7 Helligkeit ohne Einfluss auf den Schwarzwert bzw. Schwarzpunkt). Der Weißpunkt ist somit perfekt und auch die Helligkeit hat nur eine sehr geringe Abweichung.

Kalibrierung
Im kalibrierten Zustand wird der Gammawert auf 2.2 perfektioniert und die Farbabweichungen nochmal verringert, was beim PG279Q nochmal deutlich für weniger "Treppenbildung" in der Graudurchzeichnung führt. Da noch kein aussagekräftiges Messgerät vorhanden, ist dieser Teil etwas uninteressant.

ULMB
Der Samsung hat eine sehr gute Helligkeit für begeisterte der ULMB Funktion. Der Nachteil ist aber, dass man die Helligkeit bei aktiviertem Backlight Scanning (äquivalent zu ULMB) nicht anpassen kann. Wer eine Helligkeit von etwa 212 cd/m2 anstrebt, ist mit dem Backlight Scanning bestens beraten. Die einzige Möglichkeit hier auf ein geringeren Wert zu gelangen wäre über die Kontrastreglung (führt allerdings dazu, dass der Kontrast eben darunter "leidet"). Hier wurden Messungen bei unterschiedlicher Kontrastreglung im OSD bei aktivierter ULMB durchgeführt.

ULMB Messungen mit unterschiedlicher Kontrasteinstellung im OSD:

Optimale Einstellungen ULMB:

Maximale Helligkeit in cd/m2 bei aktivierter ULMB bzw. Strobe Backlight
Asus PG258Q
275
Samsung CFG70
212
Dell S2716DG
153
Asus PG278QR
147
Asus PG279Q
129

Bei den optimalen Einstellungen muss dringend erwähnt werden, dass es sehr schwierig ist hier diese zu ermitteln, weil ein Messgerät beim messen nicht erkennen kann in welchem Zustand sich das zwischengeschaltete Schwarzbild des Backlight Scannings befindet und sich Farben, Helligkeit und Farbtemperatur dementsprechend teilweise stark unterscheiden können. Dies ist auch der "Grund" warum es keinen großen Sinn an dieser Stelle macht die Farbgenauigkeit in der ULMB Funktion zu messen, da immer ein anderes Ergebniss rauskommen wird. Dennoch ist die ULMB Funktion schließlich für Gamer und hier sind "stark" akkurate Farben nicht zwangsläufig notwendig. Wie man unschwer erkennen kann, geht der Kontrast runter bis auf 938 und wird ein wenig höher sein, wenn man den Kontrast auf 29 stellt und mit einer Helligkeit von 117 - 121 cd/m2 spielen möchte.

Farb und Luminanz Homogenität
Der Spyder 5 Elite + wurde genutzt um die Homogenität der Ausleuchtung zu messen, an dem 9 weiße Quadrate über dem Bildschirm gemessen werden Die Tabelle unten in der zweiten Spalte zeigt die Luminanz jeder einzelnen Quadrate welche aufgezeichnet wurde. In der dritten Spalte stehen die prozentualen Abweichungen zwischen jedem Quadrat. Die Messung der Homogenität ersetzt nicht die subjektive Beurteilung der Ausleuchtung, da Clouding und Backlight-Bleed von der Messuing nicht mit eingeschlossen wird. Die größte Abweichung beträgt im Fall von 120 cd/m2 eine Abweichung von 11%.

Hier kann man gut die "Iris" erkennen die ich bereits im Review sowie auch in meinen Videos erwähnt habe. Diese varriiert auich wie bereits erwähnt, je nach Sitzentfernung zum Monitor (näher = kleinere Iris, schlechter - weiter entfernt = größere Iris, besser).

Außerdem wurde mit dem Spyder 5 Elite+ die Farbtemparatur (Weißpunkt) Homogenität aus den gleichen 9 Quadraten gemessen. Abweichungen werden hier als DeltaE Wert angegeben, wobei höhere Werte eine größere Abweichung vom 6500K (D65) Tageslicht-Weißpunkt-Ziel aufweisen. Man kann deutlich sehen, dass eine Abweichung von 5.6 dE aus der Homogenität herausticht. Bevor ich die Messungen durchgeführt habe und durchführen konnte, habe ich wie sonst auch immer mehrere Games mit dem Monitor getestet. Hierbei ist mir eine Abweichung nicht aufgefallen, auch wenn der Wert von 5,6 dE schon ziemlich hoch ausfällt. Was uns die Messung wohl eher vermittelt ist, dass der Monitor für Grafiker nicht unbedingt am besten geeignet ist. Bedenke: 1. Dies kann von Monitor zu Monitor abweichen 2. Kalibriert sollten diese Ergebnisse nochmal besser aussehen.

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3 Kommentare

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1    Giulio    04.04.2017 13:30
Nice review, please add that with ULMB enabled maximal luminance with contrast 100 is about 250/260 cd/m ;)
Antwort von Lim's Cave am 09.04.2017 23:43

Thanks for the Info, forget to measue on contrast 100 ~~ But you have to consider that your gradients will suffer above contrast 75

2    Rene Neumann    31.07.2017 10:44
Mich würde mal interessieren in wie weit das Modell http://www.samsung.com/de/monitors/curved-gaming__c27fg73/LC24FG73FQUXEN/ verbessert worden ist.
Ich schwanke derzeit zwischen 2 Monitoren und weiß echt nicht welcher von beiden der bessere ist.
LG 24GM79G-B oder Samsung Curved Monitor C24FG73.
3    Rene Neumann    31.07.2017 11:15
Mich würde mal interessieren in wie weit das Modell http://www.samsung.com/de/monitors/curved-gaming__c27fg73/LC24FG73FQUXEN/ verbessert worden ist.
Ich schwanke derzeit zwischen 2 Monitoren und weiß echt nicht welcher von beiden der bessere ist.
LG 24GM79G-B oder Samsung Curved Monitor C24FG73.